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Chicksexing-Prozess: Anwalt fordert Freispruch vor Landgericht Göttingen

Selbstständig oder abhängig Chicksexing-Prozess: Anwalt fordert Freispruch vor Landgericht Göttingen

Freispruch hat der Anwalt des Geschäftsführers der International Chicksexing Organisation im Prozess wegen nicht abgeführter Sozialbeiträge gefordert. Im Kern steht die Frage, ob Kükensortierer, um die es in diesem Verfahren geht, selbstständig arbeiten oder abhängig Beschäftigte sind.

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Chicksexing-Prozess: Anwalt fordert Freispruch vor Landgericht Göttingen.

Quelle: dpa

Göttingen/Hardegsen. Dem Unternehmer und seinem Bruder wird vorgeworfen, als Geschäftsführer  eine Vielzahl asiatischer Kükensortierer beschäftigt zu haben, die Arbeitnehmeranteile für sie jedoch nicht an die Sozialversicherung abgeführt zu haben.

Dabei sei ein Millionenschaden entstanden. Die speziell dafür ausgebildeten Asiaten können Eintagsküken in männliche und weibliche Tiere trennen.

Zwei Argumente führte Verteidiger Steffen Stern für seinen Mandanten ins Feld: Zum einen gebe es keine klare gesetzliche Definition zwischen Selbstständigen und Arbeitnehmern. Der Bürger habe jedoch einen verfassungsmäßigen Anspruch auf rechtliche Eindeutigkeit, um sich gesetzmäßig verhalten zu können.

Asiaten arbeiten als Selbstständige

Zum anderen hätten die Befragungen der Kükensortierer eindeutig ergeben, dass sie selbstständig gearbeitet, ihre Tätigkeit bei verschiedenen Firmen selbst bestimmt und ihren Arbeitsalltag auch mit eigenem Geld selbst organisiert hätten. Auch seien deutsche Behörden davon ausgegangen, dass die Asiaten als Selbstständige arbeiteten. Damit sei seinem Mandanten keine Schuld und schon gar kein Vorsatz nachzuweisen: Freispruch also.

Statt eines weiteren Plädoyers für den zweiten Angeklagten gab es einen rechtlichen Hinweis des Gerichts: Nicht ausgeschlossen sei eine Verurteilung wegen Beihilfe zur Hinterziehung von Sozialbeiträgen. Damit müssen sich die Anwälte auf diesen Vorwurf neu vorbereiten. Die Staatsanwaltschaft hatte vier beziehungsweise zwei Jahre Haft gefordert.

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