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Chicksexing-Prozess: Koreanischer Gruppenführer als Zeuge

„Machen alles selber“ Chicksexing-Prozess: Koreanischer Gruppenführer als Zeuge

Waren sie Arbeitnehmer, für die keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden, oder waren sie Selbstständige? Diese Frage ist Dreh- und Angelpunkt im Prozess vor der Wirtschaftskammer des Göttinger Landgerichts um sogenannte Chicksexer aus Korea, China und Japan, die europaweit für ein Uslarer Unternehmen das Geschlecht von Eintagsküken bestimmten. 

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Chicksexing-Prozess: Ein Koreanischer Gruppenführer als Zeuge vor dem Göttinger Landgericht.

Göttingen/Uslar. Der Geschäftsführer und sein Bruder sind angeklagt vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen, den Chicksexern fast fünf Millionen Euro Sozialabgabenanteil am Lohn vorenthalten zu haben.

Doch einer der Gruppenführer, ein Koreaner, der jetzt im Gericht als Zeuge gehört wurde, unterstützt die Darstellung der Angeklagten. „Machen alles selber“ war der meistgebrauchte Satz der Vernehmung.

Ob die Flüge nach Europa, die sie selber bezahlten, ob die Ausbildung in Asien in speziellen Schulen oder die Unterkünfte in den Orten, wo sie in Brütereien für ihre Jobs eingesetzt waren – stets sorgen die Asiaten selbst für sich.

Einzig die Aufenthaltserlaubnisse beschaffte die Firma den Angeklagten. Der Prozess wird fortgesetzt.

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Fünf Millionen Euro unterschlagen
Foto: Chicksexing-Prozess vor Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen: Angeklagte fühlen sich unschuldig.

Was ist ein Chicksexer? Die Frage nach dem Beruf lässt sich schnell klären: Jemand, der bei Eintagsküken das Geschlecht bestimmt. Die Frage nach der arbeits- und sozialrechtlichen Einstufung von Chicksexern aber beschäftigt nun die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen.

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