Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Chicksexing-Prozess: Verteidigung prüft Revision

Prüfung von Rechtsmitteln Chicksexing-Prozess: Verteidigung prüft Revision

Nach dem Urteil gegen zwei 53 und 58 Jahre alte Brüder aus dem Landkreis Northeim wegen Nichtabführens von Sozialabgaben im so genannten Chicksexing-Prozess prüfen sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidiger Rechtsmittel.

Voriger Artikel
Leberchirurg äußert sich erstmals zu Regensburger Fall
Nächster Artikel
Mündener nach Hitler-Reden abgeführt

Chicksexing-Prozess: Verteidigung prüft Revision.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Uslar. Während die Strafverfolgungsbehörde deutlich höhere Freiheitsstrafen beantragt hatte, hatten Verteidiger Ulrich Sander und Steffen Stern jeweils Freispruch für ihre Mandanten gefordert.

Sander war gar im Plädoyer mit der Staatsanwaltschaft hart ins Gericht gegangen und hatte von einem „Ermittlungsexcess“ gesprochen. Sander weiter: „Kraft souveräner Willkür konstruierte die Staatsanwaltschaft eine Sozialversicherungspflicht, die selbst die Sozialversicherungsträger niemals sahen.“

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hatte die Brüder nach 68 Verhandlungstagen in 59 Fällen für schuldig gesprochen, Sozialabgaben für Asiaten, die eigens zum Sortieren von Eintagsküken in männliche und weibliche Tiere eingesetzt worden waren, nicht abgeführt zu haben.

Zweieinhalb Jahre Beweiserhebung hatte das Gericht gebraucht, um die Arbeitnehmereigenschaft der Asiaten festzustellen – und hatte zugleich unterstellt, dass die Angeklagten dies in den verurteilten Fällen von vornherein hätten wissen müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“