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Christian Tachezi wird neuer Geschäftsführer beim GSO

Ab Februar Christian Tachezi wird neuer Geschäftsführer beim GSO

Christian Tachezi ist der neue Geschäftsführer des Göttinger Symphonie Orchesters. Der 40-jährige Österreicher übernimmt seinen neuen Posten ab dem 1. Februar.

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Neu beim GSO: C. Tachezi.

Quelle: mib

Rainer Kallmann, Vorsitzender des Trägervereins, hob gestern bei der Vorstellung Tachezis dessen „Doppelqualifikation“ hervor. Tachezi kenne den Orchesterbetrieb von beiden Seiten – sowohl als Musiker, als auch als Manager. Er spielte zuvor Geige in verschiedenen Wiener Orchestern, als studierter Kulturmanager hat er bereits in diesem Bereich gearbeitet, unter anderem beim Concentus Musicus Wien. Tachezi stammt aus einer Musikerfamilie. Sein Vater ist der Komponist und Organist Herbert Tachezi, ein Mitarbeiter und Begleiter von Nikolaus Harnoncourt.

Tachezis oberstes Ziel ist es, das Göttinger Symphonie Orchester überregional, aber auch international bekannter zu machen. „Das Göttinger Orchester ist qualitativ sehr hochwertig, aber es wird derzeit unter Wert verkauft“, urteilt Tachezi. Er hält es auch „international für konkurrenzfähig“. Nun gelte es, nach außen zu tragen, was das Orchester geleistet hat, kündigte der künftige Geschäftsführer gestern an. Schwerpunkt seiner Arbeit werde zunächst auf „Marketingsachen“ liegen. Dabei sei die Neugestaltung der Internetseite nur der Anfang gewesen. Gastspiele im Ausland stünden dazu ebenfalls auf dem Plan.

Das diese trotz eines engen finanziellen Budgets möglich sind, sind sich Dirigent Christoph-Mathias Mueller und Tachezi sicher. Tachezi: „Langfristig müsse das Orchester entlastet werden.“ Man müsse genauer auswählen. Gleichzeitig kündigte der neue Geschäftsführer aber auch an, die bisherige Kinder- und Jugendarbeit weiterhin fortzuführen. Durch geschicktere Organisation als bisher und eine gesteigerte Motivation der Musiker, wie sie in den vergangenen Monaten zu spüren gewesen sei, sei dieser Spagat zwischen Engagements im Ausland und in Schulen der Region zu schaffen, sagte Mueller. Eines, so Tachezi, wolle er nicht mehr: „Einen finanziellen Rückschritt.“ Denn dieser bringe immer auch einen qualitativen Rückschritt. Die Kulturdezernenten von Stadt und Kreis, Dagmar Schlapeit-Beck und Franz Wucherpfennig, kündigten leichte Zuschusserhöhungen an.

Tachezi tritt die Nachfolge von Ulfert Woydt an. Woydt und das Orchester hatten sich in „beiderseitigem Einvernehmen“ im September vorzeitig getrennt. Tachezi war einer von „zahlreichen Bewerbern“, so Kallmann, die sich auf eine überregionale Ausschreibung beworben hatten.

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