Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Rock ‚n‘ Rollator: Weende wird Full Metal Village

Wochenendkolumne Rock ‚n‘ Rollator: Weende wird Full Metal Village

Politiker versprechen für eine Wählerstimme das Blaue vom Himmel. Mehr Rente, mehr Kitaplätze, mehr Leberwurst. Soweit das gängige Vorurteil. Weendes Man in Black Horst Reinert wird da schon deutlich konkreter.

Voriger Artikel
Neuer Bebauungsplan soll Entwicklung steuern
Nächster Artikel
Graffitis und Boxen für mehr Toleranz
Quelle: Screenshots: Facebook

Der Zweifarb-Sozi (außen schwarz, innen rot) kündigt an: „Wenn Kris Runge und ich in den Ortsrat kommen, geht die nächste Seniorenausfahrt nach Wacken.“ Wenn das Heavy-Metal-Festival von Wacken nicht nach Weende kommt, fährt Südniedersachsen eben nach Schläfrig-Holstein. Der Göttinger Ortsteil als zweites Full Metal Village. Eine wunderschöne Vorstellung und außerdem ein schöner Zug der Zeit, wenn die neueste Ruhestandsgeneration mit Pete Townshend mehr anfangen kann als mit Jopie Heesters. Rock ‚n‘ Roll statt Rollator. Endlich mal ein konkretes, nachprüfbares Wahlversprechen mit Wohlfühlfaktor. Wir legen uns das mal auf Wiedervorlage, Horst Reinert.

Zweite sehenswerte Aktion im Kommunalwahlkampf, der bis auf diese beiden Ausnahmen dröge vor sich hindümpelt: eine feine, improvisierte Protestaktion in Adelebsen. Dort hing unter einem weit oben am Laternenpfahl angebrachten NPD-Plakat der trockene Kommentar: „Lügner haben lange Leitern.“ Treffer mittschiffs.

Bis zum Wahltermin wird die Tageblatt-Redaktionsleitung übrigens derlei Nennenswertes immer wieder im Wahlkampfblog thematisieren. Erreichbar ist dieser unter gturl.de/wahlsplitter. Hinweise dazu werden dankbar entgegengenommen.

Letzter Wahlkampfsplitter für diesen Durchgang: Irritationen hat es offenbar beim „Thema des Tages“ gegeben, das sich mit den Websites und Facebook-Auftritten der Landratskandidaten beschäftigt hat. Die Zahl der Bewerber war mit sechs angegeben, vorgestellt wurden jedoch fünf. Das war kein Fehler. Für den NPD-Kandidaten war kein Platz. Nicht beim direkten Vergleich der Aspiranten auf den Chefsessel im Kreishaus. Das bleibt bis zum 11. September auch so.

Christoph Oppermann

Zu erreichen unter c.oppermann@goettinger-tageblatt.de  und auf Twitter unter @tooppermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016