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Circus Constanze Busch weist Kritik zurück

„Die Besucher wollen die Tiere“ Circus Constanze Busch weist Kritik zurück

Der Circus Constanze Busch gastiert derzeit in Göttingen, die Piraten-Partei hat dies zum Anlass genommen, sich erneut gegen Wildtiere in Zirkussen stark zu machen. Der technische Leiter des Mannheimer Zirkus‘, Stefan Moehrke, weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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Tiger gehören zu den Tieren im Circus Busch.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Die Tiere sind unser Kapital“, sagt Moehrke. Diese würden in einem Zirkus jedoch nicht artgerecht gehalten, sagen die Piraten: „Lange Transportzeiten und zu wenig Bewegungsfreiheit bedeuten Stress für die Tiere und haben nichts mit artgerechter Haltung zu tun“, argumentiert Daniel Isberner, Vorsitzender des Göttinger Kreisverbandes der Piratenpartei. Eine Gesetzesänderung in Form eines Wildtierverbotes in Zirkussen - das es in anderen europäischen Ländern schon gibt - sei überfällig.

„Wir haben keine langen Transportzeiten“, entgegnet Moehrke. Die Tiere seien bei einem Zirukusumzug maximal drei bis vier Stunden in den Wagen. Auch die Boxen seien größer als vorgeschrieben, die Veterinäre nähmen diese bei jeder Prüfung anstandslos ab. Doch die Diskussionen sind nicht neu, auch nicht für den Zirkus. Dass Protestler ihre Meinung vor dem Zirkus kundtun, „haben wir öfter mal“, erzählt Moehrke. Aber: „Die Besucher wollen die Tiere sehen, sonst kämen sie ja nicht.“

Der Zirkus Busch kommt nach Göttingen - mit exotischen Tieren wie Tigern, Zebras oder Kamelen.

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Dass die Tiere auf dem schottrigen Schützenplatz nicht die besten Bedingungen vorfinden, sei richtig, meint der technische Leiter. Zwar habe der Zirkus die Stellflächen gefegt und mit Stroh ausgelegt, aber in anderen Städten stünden den Tieren zumeist Grünflächen zur Verfügung. Hinzu kommen die Schießübungen der angrenzenden Schützenvereine. „Das kriegen wir schon mit“, sagt Moehrke und fügt an: „Ein anderer Platz wäre schon besser.“

Das Gesuch, ein generelles Verbot für Zirkusauftritte mit Wildtieren zu erwirken - damals vorgeschlagen von der FDP - wurde bereits im Jahr 2011 von der Stadtverwaltung abgelehnt. Es fehle die rechtliche Grundlage, denn auch Zirkusse und Dompteure hätten ein Grundrecht auf die freie Ausübung ihres Berufes, so die Begründung. Und auch Moehrke fragt: „Wo will man dann mit den Tieren hin? Und wir würden dann alle arbeitslos, oder wie?“

Von Yannick Höppner

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