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Computerhändler vor Göttinger Gericht

Gewerbe untersagt Computerhändler vor Göttinger Gericht

Zu der Strafe wegen Betrugs kommt jetzt wahrscheinlich die Arbeitslosigkeit: Ein Computer- und Computerteilehändler aus dem südlichen Landkreis Göttingen, der als Vorführungsstücke zur Verfügung gestellte Geräte auf eigene Rechnung verkauft hatte, war jetzt mit seiner Klage gegen das vom Landkreis ausgesprochene Gewerbeverbot beim Verwaltungsgericht ohne Chance.

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Quelle: dpa

Göttingen. Der Sachverhalt: Der Mann hatte bei seinen Lieferanten behauptet, er habe von der Universität Göttingen einen Großauftrag erhalten.

Dazu benötige er Geräte zu Vorführungszwecken. Den Auftrag gab es nicht, die Teile verkaufte er auf eigene Rechnung. Die Masche zog der Mann durch von März 2008 bis April 2011. Dazu kamen andere Verfehlungen im Zusammenhang mit seinem Gewerbe. Dann flog die Sache auf. Wegen Betrugs wurde der Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zusätzlich verbot ihm der Landkreis, sein Gewerbe weiterzuführen.

Dagegen nun zog der Computerhändler vor das Verwaltungsgericht. Allerdings ohne Aussicht auf Erfolg: Die Richterin machte schnell klar, dass ein Urteil zu seinen Ungunsten ausgehen würde: Zu lange und zu oft habe er die Betrügereien fortgesetzt.

Und auch der Rechtsvertreter des Landkreises wollte sich auf keinen Kompromiss einlassen, der dem Mann eine weitere Geschäftstätigkeit ermöglicht hätte. Als einzige Möglichkeit bliebe dem Computerhändler, das Gewerbe nach einer Auszeit wieder anzumelden – allerdings nicht vor Ablauf eines vollen Jahres. Das einzige Zugeständnis zu seinen Gunsten: Nun hat der Mann noch etwa vier Wochen Zeit, seinen Betrieb aufzulösen oder in andere Hände zu geben.

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