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DGB-Haus in Göttingen: Besetzer fordern Wohnraum-Umbau

Obere-Masch-Straße DGB-Haus in Göttingen: Besetzer fordern Wohnraum-Umbau

Das ehemalige DGB-Haus in der Oberen-Masch-Straße 10 ist besetzt. Am Donnerstagmittag haben rund 40 Menschen das seit 2009 leerstehende Gebäude und den Platz davor in Beschlag genommen.

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Quelle: Brakemeier

Göttingen. „Angesichts des akuten Mangels an bezahlbarem Wohnraum, der unhaltbaren Zustände im Erstaufnahmelager in Friedland und geplanten Massenunterbringungen von Geflüchteten in Turnhallen ist der jahrelange Leerstand des Gebäudes weder zu rechtfertigen noch weiter hinzunehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung des neuen Bündnisses „Our House“. „Wir – Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Spektren – öffnen mit der Besetzung einen Raum für solidarisches Leben und Wohnen für Flüchtlinge und andere Menschen.“

Vier Forderungen haben die Besetzer gestellt: das“bedingungslose“ Nutzungsrecht für das Gebäude, die „finanzielle Unterstützung der Instandsetzungsmaßnahmen und Übernahme der Betriebskosten durch Kommune beziehungsweise den Eigentümer“, keine Räumung und keine Kriminalisierung der Besetzer und die „sofortige Nutzbarmachung leerstehenden Wohnraums und Schaffung bezahlbarer menschenwürdiger Wohnungen, die dauerhaft in öffentlichem Besitz bleiben“.

Ein Sprecher des Bündnisses sagte, dass Kontakt zu dem Eigentümer, der Vermögensverwaltungs- und Treuhand-Gesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes, aufgenommen wurde, um das weitere Vorgehen zu verhandeln. „Wir erinnern den DGB an seine eigenen Aufrufe in den letzten Monaten und Wochen von lokaler Ebene bis zum Bundesvorstand: bessere Integration, mehr konkrete Unterstützung, Recht auf Respekt und gleiche Teilhabechancen, kein Leerstand von Wohnraum. Wir fordern den DGB auf, ihre eigenen Aussagen ernst zu nehmen und umzusetzen“, heißt es weiter.

©Hinzmann

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