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„DSL-Lücken schließen und Angebot ausbauen“

Internet-Versorgung „DSL-Lücken schließen und Angebot ausbauen“

Ohne Internet geht kaum noch etwas – weder in der Geschäftswelt noch privat. Doch während viele Göttinger Internetnutzer mit schnellen Datenverbindungen Zugriff auf das Netz haben, drohen besonders die Nutzer in den Ortsteilen von datenintensiven Internetinhalten, wie Filme oder Musik, abgeschnitten zu werden.

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Abwarten und Tee trinken: In manchen Göttinger Ortsteilen sind die Internet-Verbindungen schleppend langasm.

Quelle: CR

Die Stadt Göttingen hat das Problem erkannt: „Die DSL-Versorgung ist inzwischen ein wichtiges Infrastrukturmerkmal“, sagt Göttingens Stadtsprecher Detlef Johannson. Das Thema genieße die „volle Aufmerksamkeit“ und sei vom Oberbürgermeister an die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) übertragen worden. „Wir haben nach den uns vorliegenden Informationen eine fast hundertprozentige Anschlussversorgung, was allerdings noch nichts aussagt über die Leistungsstärke oder Übertragungsraten. In anderen Ortsteilen, zum Beispiel Groß Ellershausen, Hetjershausen, Esebeck, Elliehausen, Nikolausberg, Holtensen und Roringen, bestehen nach den uns vorliegenden Informationen bei einem Versorgungsgrad von 95 bis 97 Prozent einzelne Anschlusslücken, vor allem aber Schwankungen der Übertragungsraten, die zwischen 0,384 und 6,016 Mbit/Sekunde liegen können“, sagt Johannson. Daher laute das Ziel der Stadt: „Lücken schließen und Angebot verbessern.“
Inzwischen hat die GWG mit dem Breitband Kompetenzzentrum unter www.goettingen-surft-schneller.de eine Online-Befragung zur DSL-Versorgung in der Stadt gestartet. Ziel dieser Initiative sei eine „flächendeckende Versorgung mit schnellem Internetzugang in Göttingen“.
In den vergangenen Monaten haben sich besonders die Ortsräte in den genannten Ortsteilen für eine flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen eingesetzt. Bemängelt werden vor allem die geringen Übertragungsraten. So hat der Ortsrat in Roringen eine DSL-Arbeitsgruppe eingerichtet, Herberhausen hat Anfragen an die Verwaltung und GWG gestellt, Elliehausen und Esebeck haben eigene Unterschriftenaktionen gestartet. Auch der Rat der Stadt hatte auf Initiative der SPD einem entsprechenden Antrag zugestimmt.
Johannson: „Die Telekom ist grundsätzlich bereit, bei entsprechender Nachfrage in eine Verbesserung des Versorgungsangebots zu investieren. Es gibt bekanntlich aber auch noch andere Anbieter.“ Nach eigenen Angaben hat die Telekom 2008 etwa 100 Millionen Euro für den Breitbandausbau in sogenannten weißen Flecken in ländlichen Räumen investiert. Ein Kilometer Kabelarbeit koste rund 50000 Euro.

Von Michael Brakemeier und Ulrich Schubert

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