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Starker Schneefall und Schneeverwehungen

Wetterwarnung Starker Schneefall und Schneeverwehungen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für die Nacht auf Freitag vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen in Stadt und Landkreis Göttingen.

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Quelle: DPA

Göttingen. In der Nacht zum Freitag kämen von Südwesten kräftige Niederschläge auf, die zunächst oberhalb von etwa 400 Metern, später auch in tiefen Lagen als Schnee fallen, warnen die Meteorologen. Dabei könnten zwischen Donnerstag 21 Uhr bis Freitag 12 Uhr verbreitet 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee fallen, in Staulagen um 30 Zentimeter - der größte Teil davon innerhalb von sechs Stunden. In Verbindung mit Sturmböen oder schweren Sturmböen müsse vor allem im Bergland mit starken Schneeverwehungen gerechnet werden.

Der DWD weist daraufhin, dass diese erste Prognose in den nächsten neun Stunden konkretisiert wird.

Weitere Warninformationen gibt es unter www.wettergefahren.de.

Pflichten für Autofahrer und Anlieger

Es wird ungemütlich: Das Tief "Egon" bringt am Freitag Sturmböen und viel Schnee nach Deutschland. Besonders Autofahrer, Fußgänger und Anlieger sollten sich auf Witterungsprobleme vorbereiten.

Für Südniedersachsen werden die höchsten Windgeschwindigkeiten und Schneehöhen von bis zu 30 Zentimetern erwartet. Bis Freitagmittag soll "Egon" dann in Richtung Polen weitergezogen sein, sagt Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst: "In Höhenlagen können schwere Sturmböen schneesturmartig zunehmen.“ Der Meteorologe rechnet damit, dass einige Straßen unpassierbar werden.

Besonders gefährlich seien Temperaturen um den Gefrierpunkt wie in den kommenden Tagen, erklärt der ADAC. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren, befördert auch durch Streusalz, ändert sich zudem die Fahrbahnbeschaffenheit ständig. Erste Signale für Glätte, meinen die Experten des ADAC, sind l eisere Abrollgeräusche der Reifen und eine unnatürlich weiche Lenkung. Besondere Vorsicht ist frühmorgens und spätabends geboten, wenn der Winterdienst noch nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. Vor Fahrtantritt müssen Autofahrer die ver eiste Windschutzscheibe ihres Autos mindestens soweit freikratzen, wie der Scheibenwischer reicht. Neben der Frontscheibe müssen die Außenspiegel, Blinker, sonstige Lichter und alle anderen Scheiben gesäubert werden.

Auch auf Gehwegen bereitet das Winterwetter Ungemach. Schnee und Eis auf den Wegen müssen in der Regel von den Grundstückeigentümern oder den Vermietern beseitigt werden. Allerdings können diese die Räumpflicht auch auf Mieter übertragen, erklärt der Deutsche Mieterbund. Ist der Mieter aus beruflichen Gründen oder krankheitsbedingt verhindert, muss er sich dann um eine Vertretung kümmern. Sind in einem Mehrfamilienhaus die Mieter zum Winterdienst verpflichtet, so müssen sie abwechselnd Schnee fegen und bei Glatteis streuen.

Geräumt werden muss aber nicht rund um die Uhr. Geleistet werden muss der Winterdienst werktags in der Regel von 7 Uhr bis 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr. Je nach Witterungsverhältnissen muss im Laufe des Tages auch mehrmals gefegt und gestreut werden. Ist wegen anhaltenden Schneefalls eine Beseitigung sinnlos, entfällt die Räumpflicht, erklärt der Mieterbund.

Gefegt und gestreut werden müssen der Bürgersteig, der Hauseingang sowie die Wege zu Mülltonnen und Garagen. Die Gehwege vor dem Haus müssen mit einer Mindestbreite von einem Meter vom Schnee befreit werden. An Hauptverkehrs- und Geschäftsstraßen muss ein mindestens 1,5 Meter breiter Streifen geräumt werden. Für Wege zu Mülltonnen oder Garagen gilt eine Mindestbreite von einem halben Meter.

Von Matthias Heinzel

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