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Dachstuhlbrand in Gartenstraße

Bewohnerin unverletzt Dachstuhlbrand in Gartenstraße

Ein Feuer ist am Sonnabendnachmittag im Dachstuhl eines Fachwerkhauses an der Göttinger Gartenstraße ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit zwei Drehleitern der Hauptwache und der Klinikumswache im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Die Brandursache und Schadenshöhe ist derzeit noch unbekannt.

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Die Löscharbeiten

Quelle: mib

Göttingen. Eine 28-jährige Mieterin, die sich in der Dachgeschosswohnung aufhielt, konnte das Gebäude nach Auskunft der Polizei unverletzt verlassen. Das Feuer war nach Auskunft von Thorsten Rath vom Einsatzleitdienst der Feuerwehr schnell unter Kontrolle. Doch noch lange Zeit stieg dichter Rauch aus dem ausgebrannten Dachstuhl auf. Brandgeruch lag im weiten Umkreis um die Brandstelle in der Luft. Die Feuerwehr war während der Nacht mit einer Brandschutzwache am Haus. Am Sonntagmorgen hatten sich Glutnester erneut entzündet.

Nach Raths Angaben war das Feuer im Spitzboden des Hauses ausgebrochen. Der Alarm ging im 13.49 Uhr bei der Feuerwehr ein, eine 22-jährige Nachbarin hatte das Feuer in dem Haus in der Gartenstraße entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Es habe eine "riesige Feuerentwicklung" gegeben, sagte Rath. Zwei Trupps mit Atemschutz seien in das Haus vorgedrungen, ein Rauchvorhang sei zum Einsatz gekommen. Durch die Löscharbeiten war eine große Menge Wasser auch in die darunter liegende Stockwerk gelangt. Das Wasser drang in die Lehmfußöden ein und weichte diese auf, was die Löscharbeiten im Haus gefährlich für die Einsatzkräfte machte. Nach Angaben der Feuerwehr sei das Haus nicht einsturzgefährdet, die oberen Stockwerke aber unbewohnbar.

Zur Sicherheit evakuierte die Feuerwehr auch die Anwohner eines benachbarten Hauses. Er habe zunächst gar nichts von dem Feuer mitbekommen, erst als die Feuerwehr vor der Tür stand, berichtete ein Anwohner. In dem Haus, das dem Architekten Henning Hauschild gehört, befindet sich außer Wohnungen im ersten und zweiten Stock die Hebammenpraxis Göttingen. »Ich kann mich nur wundern, was dort alles brennen kann«, sagte Hauschild, der vor Ort war, in einer ersten Reaktion auf den Brand.

Nach Auskunft von Polizeisprecher Joachim Lüther geht die Polizei auf der Suche nach der Brandursache auch der Frage nach, ob es vor dem Brand auf dem Dachboden Arbeiten gegeben hat, bei dem ein Gasbrenner zum Einsatz gekommen ist. Wegen der Glutnester sei es der Ermittlern, bisher nicht möglich gewesen, den Dachboden zu betreten, sagte Lüther. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. Sie schätzt den Schaden gegenwärtig auf rund 300000 Euro.

Im Einsatz waren mehr als 40 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr, der Klinikumswache sowie der freiwilligen Wehren aus Grone, Geismar und Stadtmitte.

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