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Niedersachsenpreis für Göttinger Hilfsprojekt

"Rechtsberatung für bedürftige Personen" Niedersachsenpreis für Göttinger Hilfsprojekt

Das Göttinger Projekt "Rechtsberatung für bedürftige Personen" ist am Sonnabend mit dem "Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2016" in der Kategorie Soziales ausgezeichnet worden. Die an der Göttinger Tafel angesiedelte Beratungsstelle ist einer von zehn Preisträgern.

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Thema: Abfallvermeidung

Rechtsberatung bei der Göttinger Tafel: Rechtsanwalt Tobias Weissenborn, Helen Wienands, Evin Tavan und Sabaun Ishaqzay (v.l.)

Quelle: Hinzmann (Archiv)

Göttingen/Hannover. Immer mittwochs nimmt die Rechtsberatung in den Räumen der Tafel ihre Arbeit auf. Viele Kunden der Tafel seien auch Kunden der Rechtsberatung, sagt Hannes Brost. 2011 hat er mit  Simon Steinhof das Projekt ins Leben gerufen. Das Prinzip: Jura-Studenten ab dem vierten Semester beantworten im Beisein von Anwälten rechtliche Fragen und suchen Lösungen für Rechtsstreitigkeiten. Vor allem "niederschwellig" soll das Angebot sein. Fragen etwa zum Mietrecht, zu Hartz-IV- und Sozialhilfebescheide, zu Handy-Verträgen oder zum Unterhaltsrecht seien typische Fälle, sagt Anwalt Uwe Betjen.

Nur Erstberatung

Die Tipps, die die Hilfesuchenden bekommen, seien "sehr konkret", etwa wie eine Vertragskündigung zu schreiben ist, sagt Betjen. Aber: "Wir geben nur Erstberatung und machen klar, dass die Ratssuchenden einen Anwalt aufsuchen sollten", sagt Betjen. Etwa ein Drittel würden sich nach der Erstberatung einen Anwalt nehmen.

Pro Semester würden 25 bis 35 Studenten die Beratungen übernehmen. Pro Jahr, so Betjen, gebe es etwa 80 Beratungen. Das Projekt arbeitet mit der Juristischen Fakultät zusammen. Die teilnehmenden Studenten könnten durch eine Teilnahme fürs Studium nötige Schlüsselqualifikation erwerben

Hoher Einsatz der Freiwilligen

„Sie alle stehen hier heute stellvertretend für die 2,8 Millionen Menschen, die sich in Nieder-sachsen engagieren und unsere Gesellschaft dadurch täglich ein Stück lebendiger und lie-benswerter machen“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Sonnabend bei der Preisverleihung und Abschlussveranstaltung von „Unbezahlbar und freiwillig 2016“ in Hannover. Weil hob den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer bei der Begrüßung, der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen hervor.

Der gemeinsam vom Sparkassenverband Niedersachsen, den VGH Versicherungen, und der Landesregierung ausgelobte Wettbewerb war auch 2016 auf große Resonanz gestoßen. Es beteiligten sich nach Veranstalterangaben 280 Einzelpersonen, Gruppen und Vereine aus ganz Niedersachsen am Wettbewerb. Je 3000 Euro bekommen die Preisträger.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016