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Das Göttinger Schützenfest

624. Schützenfest Das Göttinger Schützenfest

Das 624. Göttinger Volks- und Schützenfest ist eröffnet. 313 Schützen und Spielleute traten am Freitagnachmittag vor dem Alten Rathaus an und holten den Schützenherrn zum Feiern ins Festzelt, zu Fassanstich und Oldie-Night, ab.

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Exponate im Vorgarten vom Städtischen Museum
Quelle: Heller

Göttingen. Hier die Uniformierten, dort einige herumirrende Pokemon-Gänger, dazu Touristen aus aller Welt, Studenten, ein paar Mitglieder der Spaßpartei "Die Partei" mit Fahne, dazwischen ein Stadtstreicher mit Decke und Betteldose - auf dem Markt war Göttingen am Freitagnachmittag bunt.

Um 17.30 Uhr beorderte dann Oberschießmeister Rüdiger Fuß seine Mannen und Schützinnen zum Antreten. Oberschaffer Harald Grahovac begrüßte mit dreifachem "Horrido" das noch amtierende Königshaus, und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler eröffnete mit etwas heiserer Stimme erstmals als Schützenherr das Fest. Um 17.41 Uhr galt es als eröffnet.

Behinderungen durch Umzug

Göttignen. Die Bürger Schützen Gesellschaft (BSG) hat darauf hinweisen, dass es am Sonntag während des Schützenumzuges zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Der Umzug beginnt um 14 Uhr in der Danziger Straße und führt über die Reinhäuser Landstraße, Kurze und Lange Geismarstraße, Kornmarkt, Weender Straße, Weender Tor, Berliner und Godehardstraße sowie über die Hildebrandstraße zum Schützenplatz. Auch der Busverkehr kann beeinträchtigt werden.

Danach marschierten die Schützen zum Festzelt, wo schon das erste Bierfass auf den Anstich wartete. Zuvor hatten Kanoniere mit Salutschüssen die Schützen auf dem Rummelplatz begrüßt. "Regenfreies Fest" hatte Köhler gewünscht, "fröhlich und kameradschaftlich", hatte Grahovac ergänzt.

Elf Böllerschüsse hatte das Ordnungsamt in diesem Jahr genehmigt.

Im Zelt dann meisterte der Oberbürgermeister - im Vorjahr war er zum Schützenfest im Urlaub gewesen - seinen Einsatz am Bierhahn mit Bravour. Eineinhalb Schläge mehr als einst Münchens Oberbürgermeister Uhde brauchte er. Zweieinhalb Schläge, ein halbernster zur Sicherheit, dann floss das Bier spritzig in die Humpen. Die Schürze blieb trocken. An allen vier Festtagen will Köhler diesmal dabei sein. Am Montag wird zum Schützenfrühstück seine Jungfernrede erwartet.

Wilde Nächte im Zelt

Mit "Needles and Pins" ging es es schließlich in den Oldie-Abend. Die Original Beatniks heizten das Festzelt für Pussycat aus Holland vor. Sängerin Toni Will'e, inzwischen kurz vor dem Rentenalter, kam gar nicht erst ungehindert auf den Schützenplatz. Schon bei der Anfahrt stoppten Fans ihr Auto und forderten erfolgreich erste Selfies. Danach zeigte Pussycat den Schützen, dass nicht erst mit 66 die Post abgeht.

Das Zelt war inzwischen gut gefüllt. Viele Fans von "Mississippi" und "Georgie" waren gekommen und erinnerten sich an wilde (oder Schmuse-) Nächte in den 70ern in bunten Hippiekleidern bei dieser Musik. Auch nach 40 Jahren "Mississippi" reißt der Song noch von den Sitzen. Und die Stimme der Frontfrau hat nichts von ihrer bekannten Wucht verloren. Glücklichster Mann an diesem Abend: Erwin Rannenberg (Erwin statt "Georgie").

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