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„Das ist bedauerlich“

Krach zwischen Kreisfeuerwehren Göttingen und Osterode „Das ist bedauerlich“

Vor ihrer anstehenden Fusion hat sich zwischen den Kreisfeuerwehren Göttingen und Osterode ein fulminanter Streit entwickelt. Als die Auseinandersetzung öffentlich zu werden drohte, wurde er beigelegt - wohl unter großem Druck.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Osterode. Auch die beiden Kreisfeuerwehren müssen sich im Zuge der Kreisfusion zum 1. November dieses Jahres zusammenschließen. Aus zwei kompletten Führungsstrukturen samt dem entsprechenden Personal muss eine einzige geschmiedet werden. Das Problem dabei: Die Amtszeit des Göttinger Kreisbrandmeisters Karl-Heinz Niesen läuft noch bis zum Jahr 2017, diejenige seines Osteroder Kollegen Frank Regelin sogar bis 2020.

Ein offenes Geheimnis mit zudem wenig verwunderlichem Inhalt ist unter Feuerwehrleuten, dass es dabei auch um Besitzstandswahrung geht. Um die Modalitäten einer Fusion sollte es in einem für den 9. Mai angesetzten Treffen auf Einladung des Osteroder Kreisbrandmeisters Regelin gehen, der die Göttinger Kollegen am 8. April über das Treffen informierte. Zugleich bat Regelin „um Meldung der Teilnehmerzahl bis zum 18. 04. 2016“.

Dann köchelte die Sache vor sich hin - ziemlich lange. Am 20. April, zwei Tage nach Ablauf der Frist, platzte Regelin schließlich der Kragen: „Da mir aus Göttingen leider keine Rückmeldung vorliegt“, schrieb Regelin an die „lieben Kameraden“, gehe ich davon aus, dass seitens der Göttinger Kreisfeuerwehr kein Interesse an einer Einladung besteht. Das ist bedauerlich, zeigt mir aber, von welchem Stellenwert die künftige Zusammenarbeit geprägt sein wird.“ Einer der Empfänger: der Göttinger Kreisbrandmeister Niesen.

Merkwürdig nur: elf Stunden zuvor, um 21.36 Uhr am Dienstagabend, hatte Niesen noch eine Mail an Regelin mit der Bitte geschickt, dass für das Treffen am 9. Mai „Themen benannt werden“. Es stelle sich weiterhin die Frage, so Niesen, „welche Funktionsträger der Kreisfeuerwehr aus Sicht des Kreiskommandos Osterode in der künftigen Satzung bleiben sollen“. In Feuerwehrkreisen verbreiteten sich die Informationen über die Auseinandersetzungen rasant, ebenso schnell stieg die Kritik an den Führungsebenen der beiden Kreisfeuerwehren.

Am Donnerstagnachmittag wurde der Kreisverwaltung in Göttingen durch eine Tageblatt-Anfrage klar, dass der Vorgang öffentlich zu werden drohte. Die Wende kam prompt: Schon am Freitagmorgen antworteten beide Kreisverwaltungen, dass der Streit beigelegt sei. Das Treffen finde statt. Und auch der Osteroder Feuerwehrchef Regelin erklärte plötzlich, „Alles geklärt, alles ist positiv.“

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