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Bis zu 2.400 Euro für vier Beine

Hundesteuer im Kreis Göttingen Bis zu 2.400 Euro für vier Beine

Wegen ihrer Ungleichheit hat der Bund der Steuerzahler die Abschaffung der Hundesteuer gefordert. Auch im Kreis Göttingen und der Region sind die Steuersätze sehr unterschiedlich. Auf goettinger-tageblatt.de finden Sie eine Übersicht über die Gebühren für Ihre Vierbeiner.

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Die Hundesteuer steht in der Diskussion, der Bund der Steuerzahler fordert die Abschaffung. Wir zeigen, wo Sie in Göttingen und der Region wieviel Hundesteuer zahlen.

Quelle: r

Göttingen/Hannover. In der Region ist die jährliche Steuer in Göttingen mit 120 Euro für den Ersthund am höchsten, in Seeburg und Seulingen mit 39 Euro am niedrigsten. Jeden weiteren Hund besteuert die Stadt Göttingen mit 216 Euro. Für jeden Kampfhund werden 672 Euro kassiert. Am unteren Ende der Steuerskala stehen Seeburg und Seulingen in der Samtgemeinde Radolfshausen: Hier kostet der erste Hund nur 39 Euro. Bei weiteren Tieren sind die Steuern in Seulingen etwas höher als in Seeburg. Kampfhunde kosten 200 (Seeburg) und 204 Euro (Seulingen). Knallhart kassiert die Stadt Hardegsen die Besitzer von Kampfhunden ab: Der erste kostet 800, der zweite 1200 und jeder weitere 2400 Euro.

Auch beim Zweithund große Unterschiede

Landesweit werden für den ersten Hund in Verden mit 24 Euro die niedrigsten Steuern kassiert. An der Spitze steht Seelze bei Hannover mit 158 Euro. Durchschnittlich kostet der erste Hund in Niedersachsen 74 Euro Steuer. Für Zweithunde kassieren die Kommunen zwischen 30 Euro (Friesoythe) und 240 Euro (Hannover). Landesweit zahlen mit 846 Euro die höchste Steuer Besitzer von Kampfhunden in Goslar. Sofern eine Kampfhund-Steuer überhaupt erhoben wird, kommen die Besitzer solcher Hunde in Rinteln mit 180 Euro am günstigsten davon.

Steuer mit Steuerungsfunktion

Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung, rechtfertigt die Unterschiede. Göttingen habe andere Probleme mit Hunden als ländliche Gemeinden. Die Abgabe besitze als „Ordnungssteuer“ vor allem eine Steuerungsfunktion: „Wir wollen nicht abkassieren, sondern dafür sorgen, dass das Hundeaufkommen in der Stadt nicht ins Unermessliche wächst.“. Gemeldet sind in Göttingen derzeit etwas mehr als 4.000 Hunde. Das Steueraufkommen beläuft sich 2016 auf etwa 480.000 Euro.

Radolfshausen ist Hundeparadies

In der Samtgemeinde Radolfshausen, mit seinen niedrigen Sätzen zumindest steuerlich ein Hundeparadies, gebe es mit Hunden keine großen Probleme, erklärt Verwaltungsmitarbeiter Frank Wilde: „Das können wir uns leisten.“ Wilde weist ebenso wie Johannson darauf hin, dass die Höhe der Hundesteuer nicht von den Verwaltungen oder dem Gesetz, sondern von Kommunalpolitikern in den jeweiligen politischen Gremien festgelegt wird.
Wegen der großen Unterschiede der Steuersätze fordert der Bund der Steuerzahler eine generelle Abschaffung der Hundesteuer. Aufwand und Ertrag stünden in keinem vernünftigen Verhältnis, sagte Sprecher Gerhard Lippert. Landesweit kämen pro Jahr nur gut 35 Millionen Euro zusammen.

Die Hundesteuern im Landkreis Göttingen und der Region

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Zahlen stammen von den Internetseiten der einzelnen Gemeinden.

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