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Debatte über Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts Rosdorf

Zu weit weg? Debatte über Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts Rosdorf

Gern setzen die Parteien im Rosdorfer Gemeinderat auf Kooperation und Pragmatismus. Nicht aber beim Thema Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts Rosdorf. SPD und Linke wollen ihn nicht, CDU und Grüne aber unbedingt.

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Debatte im Rat über umstrittene Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts Rosdorf

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. SPD und Linke halten den Standort am alten Bahnhof für ungeeignet, weil zu weit außerhalb der Wohnbebauung gelegen. Beide wollen das dafür vorgesehene Geld lieber für die Verbesserung des gesamten Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) im Gemeindegebiet einsetzen und hatten einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat eingebracht.

Mit diesem Ansinnen, erklärte Martin Fichtler für die Grünen in der Sitzung am Montag, laufe Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) Gefahr, sich lächerlich zu machen. Eine solche Umwidmung projektgebundenen Geldes sei schlicht irreal. Außerdem sei für die Bahn das Land, für den Busverkehr jedoch der Landkreis zuständig. Der Hintergrund des SPD-Vorstoßes sei zwar nachvollziehbar, dessen Umsetzung angesichts der Sachlage jedoch chancenlos.

An diesem Punkt meldete sich Bürgermeister Steinberg zu Wort. Zu viele Fragen seien noch offen, um klar Position zu beziehen. Sorge mache ihm die Übernahme von Immobilien nach einer Umsetzung des Haltepunkt-Projekts. Die Höhe der laufenden Kosten für die Gemeinde sei völlig ungeklärt. Steinberg: „Ich bin nicht überzeugt.“ Er sei jedoch weiter mit Landesnahverkehrsgesellschaft und Landkreis im Gespräch, um solche Fragen zu besprechen.

Als sachkundiger Bürger mit Rederecht schaltete sich Hans-Peter Wyderka in die Debatte ein. Nicht als Parteipolitiker, sondern mit guter Kenntnis der Position der Landesregierung in Sachen Wiederbelebung von Bahhaltepunkten erklärte er, es sei tatsächlich ein erhebliches Problem, das Geld für den Rosdorfer Haltepunkt umzuwidmen. Auch die verschiedenen Zuständigkeiten für Bahn und Bus seien hier problematisch. Wyderka räumte ein, dass am Bahnhof weniger Fahrgäste in die Züge einsteigen würden als am Standort direkt östlich des Ortskerns. Diese Stelle aber lässt sich nicht realisieren, weil die Umsetzung viel zu teuer wäre.

In einem einzigen Punkt wurden sich die beiden großen politischen Lager im Rat dann doch noch einig: im Willen zur Überweisung des Themas in den Bauausschuss. Dort geht die Auseinandersetzung nun weiter.

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