Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Debatte um Friedhofsweg in Wibbecke endet nach zwei Jahren

Streit Debatte um Friedhofsweg in Wibbecke endet nach zwei Jahren

Seit mehr als zwei Jahren wird in Wibbecke kontrovers über die Befestigung eines Weges zum Friedhof diskutiert. Erneut sind in der Ortsrats-Sitzung nun Pflaster-Gegner und -Befürworter aneinander geraten. Am Ende gab es eine ungewöhnliche Abstimmung.

Voriger Artikel
Schimmel im Dorfgemeinschaftshaus Hann. Münden
Nächster Artikel
Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Um den Friedhofsweg in Wibbecke gibt es seit mehr als zwei Jahren Diskussionen. Jetzt soll er gepflastert werden.

Quelle: Pförtner

Wibbecke. Schon mehrfach hat das Thema den Ortsrat beschäftigt. Zugrunde liegt ein Antrag, des ehemaligen Ortsbürgermeisters Walter Koch (SPD). Es geht dabei darum, dass es am Schotterweg auf der Westseite des Friedhofs eine Befestigung geben soll.

Laut Koch soll neben dem Weg auf der rechten Seite ein 70 Meter langer, ein Meter breiter Fußweg gepflastert werden. Auf Höhe des Friedhofseingangs soll außerdem eine Querung angelegt werden. „So, wie der Weg derzeit beschaffen ist, wird er bei schlechten Witterungsverhältnissen sehr schnell matschig“, so Koch, „Für Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren ist er nur schwer passierbar.“ Eine Gruppe von acht bis zehn Bürgern hat laut Koch angekündigt, den Bau in Eigenregie zu leisten, Steine liegen bereit, die notwendigen Maschinen stehen kostenlos zur Verfügung.

„Ein toller Plan, der total schlüssig ist“, lobt Marion Pfeifer-Kripahle (SPD), doch Ortsbürgermeisterin Annelie Thieme (Grüne) sieht das anders. Der jetzige Weg habe rund 70 Jahre gehalten, die geplante Pflasterung werde bereits in zehn bis zwanzig Jahren Reparaturen notwendig machen: „Wer leistet dann die Arbeit, wer übernimmt die Kosten?“ Eigentlich seien sie und  Helmut Braun (Grüne) gegen den Bau,  wollten sich jedoch „der Euphorie nicht in den Weg stellen“ und sähen die große Arbeitsleistung, die hinter der Planung stecke: „Darum stimmen wir nicht gegen den Antrag, sondern enthalten uns.“ Pfeifer-Kripahle und Nicole Schulz (CDU) stimmten dafür, so dass der Antrag mit zwei Stimmen angenommen wurde. Den Vorschlag, auch einen Parkstreifen anzulegen, habe er zurückgezogen, so Koch.

Immerhin gab es auch einen Punkt, in dem sich alle einig waren: Die Verwendung der Verfügungsmittel für 2015 wurde einstimmig verabschiedet.

Von Jörn Barke und Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis