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Debatte um Funkmast-Standorte in Erbsen

Erbser wollen mehr Abstand zum Dorf Debatte um Funkmast-Standorte in Erbsen

Wo sollen die Funkmasten für den Breitbandausbau in Erbsen und Wibbecke stehen? Über diese Frage ist im Rat der Gemeinde Adelebsen diskutiert worden. Das Problem: In Erbsen hatte sich Widerstand gegen den geplanten Standort geregt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Erbsen/Wibbecke. Die ausführende Firma hatte laut Verwaltung eine Böschung am Höbelweg geplant.

 
Dieser Standort an der Wohnbebauung sei jedoch im Dorf auf Kritik gestoßen, sagte Ortsbürgermeisterin Margrit Wolter (SPD). Die Einwohner und der Ortsrat wünschten mehr Abstand. Der größere Abstand ist laut Verwaltung allerdings mit Mehrkosten verbunden, weil mehr Glasfaserkabel verlegt werden müsste. Diese Zusatzkosten müssten von der Gemeinde Adelebsen getragen werden. Zwei entferntere Standorte wurden laut Verwaltung erarbeitet, von denen der nähere 7900 und der mit 200 Metern gut doppelt so weit entfernte 19000 Euro mehr kostet. Wolter warb für den teureren Standort, um eine Akzeptanz im Ort zu erreichen.

 
Laut Verwaltung gab es im Hinblick auf den Funkmast-Standort in Wibbecke keine Probleme. Dem widersprach allerdings Ratsherr Walter Koch (SPD) aus dem Dorf. In Wibbecke sei nicht ausreichend über das Thema informiert und kein alternativer Standort gesucht worden – vorgesehen ist eine Fläche am Ortseingang links hinter der Begrüßungstafel. Die Wibbeckerin Andrea Ströbele (Grüne) konterte, es habe im Ort keinen Widerstand gegeben.

 
Koch meldete darüber hinaus Bedenken im Hinblick auf die Mehrkosten an. Michael Westphal (SPD) sagte, die 19 000 Euro Mehrkosten im Haushalt täten zwar weh. Es handele sich aber letztlich um eine pragmatische Lösung. Nicole Schulz und Herbert Jost (beide CDU) sagten dass die Informationen erst sehr kurzfristig gekommen seien und sprachen sich daher für eine Vertagung aus. Norbert Hille (SPD) verwies darauf, dass im Hinblick auf Zuschüsse die Zeit dränge.

 
Mit seinem Antrag, die Situation in Wibbecke noch einmal zu überprüfen, scheiterte Koch allerdings an der eigenen Fraktion. Einige Fraktionskollegen stimmten zwar mit ihm, die Mehrheit aber dagegen, so dass der Antrag mit zehn zu sieben Stimmen bei einer Enthaltung durchfiel. Die Verlegung des Maststandortes in Erbsen und die 19 000 Euro Mehrkosten wurden bei einer Enthaltung mit zwölf Stimmen bei fünf Gegenstimmen von CDU-Mitgliedern und Koch beschlossen. bar

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