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Debatte um Parkplatz an der Göttinger Paulinerkirche geht weiter

Zehn Jahre Diskussion Debatte um Parkplatz an der Göttinger Paulinerkirche geht weiter

Seit zehn Jahren geht es hin und her, ein Ergebnis gibt es nicht. Der Parkplatz an der Südseite der Paulinerkirche ist erneut Thema im Göttinger Bauausschuss gewesen. Denn: Die Stadtverwaltung und auch Ratspolitiker hätten dort gerne einen Spielplatz. Nur: Das Gelände gehört der Universität. Und die hat andere Vorstellungen.

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Über den Parkplatz südlich der Göttinger Paulinerkirche wird seit zehn Jahren diskutiert.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Der Parkplatz ist notwendig“, sagt Rainer Bolli vom Universitätsbaumanagement. Zur Zeit gebe es dort 24 Parkplätze, die Universität sei bereit, diese Zahl auf 13 zu reduzieren. Die übliche Fläche könne man zur Verfügung stellen. „Für Grünflächen, Bänke Weg und kleine Spielgeräte“, so Bolli. Die Stadt müsse die Grünfläche dann aber pflegen.

 

Stadtbaurat Thomas Dienberg (parteilos) allerdings möchte nicht nur kleine Spielgeräte. Der alte Plan von 2009, auf den sich die Uni beziehe, sei kein Spielplatz und damit nicht akzeptabel. „Es soll ein Spielplatz sein“, so Dienberg. Auch Rolf Becker von den Grünen sagte: „Wir wollen nicht ins Miniaturhafte abgleiten.“ Zumal dort ja Autos, also bereits Großgeräte, stünden. Bolli stellte noch einmal klar: „Die Universität will keine Spielplatzanlage.“ Zudem werde der Platz der Stadt ja eh schon zum Weihnachtsmarkt oder auch bei der Nacht der Kultur zur Verfügung gestellt. Bolli: „Der Platz ist vielleicht nicht schön aber praktisch.“

 

Die Vertreter einigten sich darauf, dass man sich nun erneut zusammen setzen wolle, um über die Planungen zu sprechen und nach Lösungen zu suchen. Christian Henze (SPD) schlug vor, dass die Minimalzahl an Parkplätzen bleiben soll, die Universität die restliche Fläche aber vom Asphalt befreit. Die Stadt soll dann im nächsten Jahr Geld in den Haushalt einstellen, um den Platz auszustatten. Henze: „So weit sind wir doch gar nicht auseinander.“

Kommentar: Platz zum Spielen statt Spielplatz

Die Uni besitzt einen Parkplatz, und sie braucht die Stellplätze an der Paulinerkirche. Dennoch ist sie bereit, einen Teil der Fläche als Grün- und Erholungsfläche freizugeben und der Stadt zur öffentlichen Nutzung  zu überlassen. Eigentlich eine großzügige Geste. Denkt man. Aber nein. Ein Spielplatz wird auf dem fremden Eigentum eingefordert. Und zwar ein richtiger Spielplatz. Nicht nur eine Fläche zum Spielen und Verweilen mit ein paar kleinen Spielgeräten. Wie viel Spielplatz ist denn eigentlich ein richtiger Spielplatz? Politik und Verwaltung  möchten die Innenstadt damit  weiterhin für Bewohner als attraktiven Wohnort erhalten.  Vielleicht freuen sich Eltern und Kinder, vielleicht aber auch Senioren oder Studenten (die ja auch in der City wohnen)  über einen Minipark, der eben nicht ein voll ausgestatteter Spielplatz ist. Die Uni macht ein Angebot auf ihrem Gelände. Wie wäre es: einfach mal darüber freuen und den Kompromiss eingehen, satt immer daran herumzunörgeln.

 

Von Britta Bielefeld

Britta Bielefeld

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