Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Debatte um Stolpersteine in Göttingen

Erinnerung Debatte um Stolpersteine in Göttingen

„Bisher namenlose Opfer zurück in das Gedächtnis der Gegenwart holen“, darum geht es nach Angaben von Bettina Kratz-Ritter von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit beim Stolpersteinprojekt, das auch in Göttingen umgesetzt werden soll.

Voriger Artikel
Falsche Wasserwerker in Göttingen unterwegs
Nächster Artikel
Göttinger Frauen-Notruf muss Angebot einschränken

Stolpersteine in der Duderstädter Fußgängerzone.

Quelle: OT/Archiv

Göttingen. Die Steine mit kleinen Messingplatten des Künstlers Gunter Demnig, die mit eingravierten Namen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, haben bereits für heftige Debatten gesorgt. Unterstützt wurde das Projekt neben der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit auch von der Jüdischen Gemeinde und dem Geschichtsverein. Die konservativere jüdische Kultusgemeinde hingegen war gegen die Verlegung der Stolpersteine. Die jüdische Kultur und die Namen der Opfer würden mit Füßen getreten, hieß es.

Nach einem mühsam verhandelten Kompromiss, nach dem die Stolpersteine nur dann verlegt werden dürfen, wenn die Nachfahren dem zustimmen, werden in Göttingen nun am Dienstag, 17. März, ab 14 Uhr die ersten zehn Steine vor den ehemaligen Wohnhäusern oder Geschäften der Opfer verlegt. Ob die Diskussion damit beendet ist, ist indes unklar. Maria Gerl-Plein (Grüne) meldete im Kulturausschuss bereits mögliche Nachbesserungen an. bk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016