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Debatte um Toiletten am Rosdorfer Baggersee

Piraten und Linke fordern Einrichtung Debatte um Toiletten am Rosdorfer Baggersee

Muss sich die Göttinger Stadtverwaltung um öffentliche Toiletten am Rosdorfer Baggersee kümmern? Die Ratsfraktionen von Linken und Piraten meinen ja, Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) und die anderen Ratsfraktionen sehen das nicht so.

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Der Rosdorfer Baggersee

Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Von den rund jährlich 80 000 Badegästen an dem  Kiessee, der auf Friedländer Gemeindegebiet liegt, kämen zwischen 70 und 80 Prozent aus der Stadt Göttingen, führen Linke und Piraten als Argument an. Sie sehen die öffentliche in Hand in der Verantwortung, „die landesüblichen Umwelt- und Hygienestandards zu gewährleisten“.

Daher soll sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) nun beim Landkreis für öffentliche Toiletten am Baggersee einsetzen. Sollte keine Einigung zwischen Stadt, Landkreis und der Klosterkammer als Verwalterin des Geländes möglich sein, soll die Stadtverwaltung prüfen, wie die Kosten von 10 000 Euro für die Aufstellung mobiler Toilettenkabinen aus dem städtischen Haushalt bestritten werden können.

Schlapeit-Beck betonte, dass sie den Antrag ernst nehme, plädierte in der Ratssitzung am Freitag aber auf dessen direkte Ablehnung. Immerhin befinde sich der Baggersee auf Privatgelände und sei als Industrieanlage zu werten. Das Baden dort sei lebensgefährlich. Sie verwies auf eine 2014 von der Gemeinde Friedland erlassene Verordnung, die das Baden dort untersagt. Weil sich das Gelände im Hochwasserschutzgebiet befinde, sei eine Umzäunung ausgeschlossen. Sascha Völkening (Grüne) nannte den Antrag „absurd“.

Humke erinnerte an einen Antrag von Linken und Piraten im Kreistag, der nun in den Fachausschüssen behandelt werde. Kreisdezernentin Christel Wemheuer (Grüne) habe im Dezember argumentiert, dass die meisten Badegäste aus der Stadt kämen, weshalb sich die Stadt an den Kosten für öffentliche Toiletten beteiligen müsse.

SPD, Grüne und die CDU/FDP-Gruppe haben den Antrag abgelehnt. Es findet keine Beratung im Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten statt.

Artikel überarbeitet am 16. März.

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