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Debatte um Windräder in Dransfeld reist nicht ab

Samtgemeinde zieht Vorlage zurück Debatte um Windräder in Dransfeld reist nicht ab

Das Misstrauen sitzt tief. 50 Bürger waren zur Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses der Samtgemeinde in die Stadthalle Dransfeld gekommen. Die zehnte Änderung des Flächennutzungsplans stand auf der Tagesordnung, genauer gesagt die Ausweisung von zwei Sondergebieten für Windkraftnutzung in Jühnde und in Dransfeld. Doch Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) zog den Punkt zurück.

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Dransfeld will östlich des bereits bestehenden Windparks Richtung keine weiteren zwei bis drei weiteren Anlagen.

Quelle: dpa

Dransfeld. Der Grund: Dransfeld will östlich des bereits bestehenden Windparks Richtung keine weiteren zwei bis drei weiteren Anlagen.

Jühnde verlangt eine Höhenbeschränkung der Räder auf 185 Meter. Üblich sind heute Höhen von 206 Metern. Eine Berücksichtigung dieser Wünsche könnte den geänderten Flächennutzungsplan juristisch anfechtbar machen, fürchtet Eilers. Deshalb will die Verwaltung den Sachverhalt in den kommenden zwei bis sechs Wochen noch einmal prüfen.

Die Bürger nutzten die Gelegenheit, den Politikern eine Stunde lang Fragen zu stellen. Warum sind die Vorlagen der Verwaltung nicht im Internet einzusehen? Es gibt keine neuen Vorlagen, erwiderte Eilers. Warum wird das Samtgemeindegebiet nicht als Biosphärenreservat ausgewiesen, um die Anlagen zu verhindern?

Schon die Ausweisung von FFH-Gebieten hat bei weit geringeren Auflagen zu heftigen Bürgerprotesten geführt, gab Ausschussmitglied Ingrid Rüngeling (Freie Wähler) zu bedenken.

Erhalten Grundstückeigentümer von Anlagenbetreibern eine Jahrespacht von 50.000 Euro? Alle baulastpflichtigen Eigentümer müssen sich eine Jahrespacht von 10.000 Euro, drei bis vier Prozent des Umsatzes, teilen, erklärte ein Betreiber. Warum gibt es keine Entschädigung, wenn Windkraftanlagen Immobilien entwerten? Es handelt sich um ein privilegiertes Bauvorhaben, sagte Eilers.

Von Michael Caspar

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