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Denkmal-Ensemble soll saniert werden

Feuer in Northeim Denkmal-Ensemble soll saniert werden

Mehrere zerstörte und schwer beschädigte alte Fachwerkhäuser in der Northeimer Innenstadt sind die Folge des verheerenden Brandes am 6. April. Möglicherweise gibt es Hilfe aus dem Denkmalschutzfonds des Landes für den Wiederaufbau.

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Brandruine in Northeim: Wissenschaftsminister Stratmann (M.) begleitet von Bürgermeister Harald Kühle(v. l.), SPD-Landrat Michael Wickmann, dem FDP-Landtagsabgeordneten Christian Grascha und dem Northeimer Ausschussvorsitzenden Walter Keup.

Quelle: Mischke

 Gleich zwei Landesminister besichtigen gestern, am Mittwoch, 15. April,  die Brandruinen in der Northeimer Innenstadt. Nachdem sich Innenminister Uwe Schünemann (CDU) kurzfristig am Mittag ein Bild der Lage gemacht hatte, folgte am Nachmittag Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU). Zuvor hatten ihn Kreisbrandmeister Bernd Kühle und Bürgermeister Harald Kühle (SPD) im Rathaus über Brandbekämpfung und Brandfolgen unterrichtet. Heute sind unter anderem Spezialisten der Landesdenkmalschutzbehörde vor Ort, um mit Eigentümern und Stadt einen Wiederaufbau des denkmalgeschützten Fachwerk-Ensembles zu erörtern.

Das Land verfüge über einen Fonds mit Denkmalpflegemittel, sagte Stratmann. Allerdings gebe es nur Geld für eine Sanierung, nicht für einen Neubau. Wünschenswert sei, die Handwerksbetriebe aufrechtzuerhalten und gehobenes, altengerechtes Wohnen vorzusehen, so Stadtbaurat Bernhard Tecklenburg. Möglicherweise könne das Sanierungsgebiet ausgeweitet werden.

Die hervorragende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte  bei der Bekämpfung des größten Brandes seit 100 Jahren, habe die Stadt vor weit größerem Schaden bewahrt, sagte Bürgermeister Kühle. Die historische Substanz der Keimzelle Northeims hätte ganz zerstört werden können. „Das wäre für uns als Fachwerkstadt ein Desaster gewesen.“

Bei dem Großbrand, wahrscheinlich ausgelöst durch einen technischen Defekt, waren 253 Feuerwehrleute und vier Drehleitern im Einsatz. Fünf Personen wurden verletzt. 22 Betroffene leben zurzeit bei Verwandten und Bekannten. 

Ein Video vom Ministerbesuch an der Brandruine in Northeim gibt es hier.

                                                                                                                Von Gerald Kräft

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