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Denkmal für "Göttinger Sieben" enthüllt

Denkmäler/Kommunen Denkmal für "Göttinger Sieben" enthüllt

Ein umstrittenes Denkmal für die "Göttinger Sieben" ist am Donnerstag auf dem Göttinger Bahnhofsvorplatz enthüllt und von seinen Stiftern offiziell der Stadt übergeben worden.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen . Das rund 500.000 Euro teure Bauwerk soll an die sieben Professoren erinnern, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung durch den damaligen König Ernst August protestiert hatten und deshalb entlassen sowie teilweise des Landes verwiesen wurden.

Das Denkmal ist identisch mit dem Sockel des Ernst-August-Denkmals vor dem hannoverschen Hauptbahnhof - in Göttingen fehlen aber Ross und Reiter. Statt wie in Hannover "Dem Landesvater sein treues Volk" steht auf einer Seite des Göttinger Bauwerks "Dem Landesvater seine Göttinger Sieben". Die Kritiker befürchten unter anderem, dass sich der Sinn des Göttinger Denkmals den Betrachtern nicht erschließe.

Zudem wird bemängelt, dass auf der anderen Seite des Denkmals neben den Namen der "Göttinger Sieben" - unter ihnen waren die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm - auch der Name der Bildhauerin Christiane Möbus eingearbeitet ist.

Der Rat hatte die Schenkung bereits im vergangenen Jahr mit Mehrheit angenommen. Damit werde die Erinnerung an die "demokratischen und kritischen Traditionen in Göttingen" durch ein "außergewöhnliches Kunstwerk von hohem ästhetischen Reiz gepflegt", hieß es seinerzeit in der Beschlussvorlage.

epd

Foto: Hinzmann

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20 000 Tonnen Granitstein warten seit Montag, 5. Oktober, auf dem Bahnhofsvorplatz darauf, zum Denkmal zusammengefügt zu werden. Eine zweite Lieferung aus Portugal wird Mitte Oktober erwartet. © Vetter

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