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Denkmal für die Göttinger Sieben soll Mitte des Jahres stehen

Auf Steinsuche in Portugal Denkmal für die Göttinger Sieben soll Mitte des Jahres stehen

Statt aus dem nahegelegenen Harz soll der Granit für das geplante Denkmal für die Göttinger Sieben, das auf dem Bahnhofsvorplatz in Göttingen enstehen soll, nun aus Portugal kommen. Ursprünglich hatte die Künstlerin Christiane Möbus geplant, den Granit für den von ihr entworfenen Sockel aus dem Steinbruch zu gewinnen, aus dem bereits die Steine stammen, die für den Sockel des Reiterstandbild König Ernst Augusts I. in Hannover verwendet wurden.

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So soll der Sockel in Erinnerung an die Göttinger Sieben aussehen. Ein maßstabsgetreues Modell war bereits im August zu sehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. In Form, Farbe, Material und Größe soll der Göttinger Sockel identisch sein mit dem hannoverschen Vorbild. Einzig Ross und Reiter fehlen beim Göttinger Denkmal, das 2,5 mal 4,1 mal vier Meter misst.

Auf einer Seite steht der Schriftzug „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, auf der gegenüberliegenden Seite sind die Namen der Göttinger Sieben zu lesen, jener Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten und daraufhin von König Ernst August I. entlassen wurden. Ergänzt hat Möbus diese Aufzählung mit ihrem eigenen Namen.

Dass nun nicht der gleiche Stein verwendet werden kann, liege an der abgelaufenen Abbaugenehmigung für den Steinbruch im Harz, erläutert Matthias Dreyer, Verwaltungsleiter bei der Niedersachsenstiftung. Die hätte „mit ungewissem Ausgang neu beantragt werden müssen“, sagt er. Erhebliche Zeitverzögerungen wären die Folge.

„Alle Gewerke sind beauftragt.“

Denn trotz allem sei das Projekt auf einem „guten Weg“, sagt Dreyer. „Alle Gewerke sind beauftragt.“ Bei einem Koordinierungstreffen Ende Januar soll der genaue Ablauf der Arbeiten geplant werden. Nach dem Bau des Fundamentes entsteht der Kern des Sockels aus Beton, dieser wird dann mit dem Granit verkleidet.

Zum Schluss bekommt das Denkmal als Abschluss eine Bronzeplatte. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Arbeiten im Juni oder Juli abgeschlossen sein. Unterdessen waren Möbus und Volker Kaufhold, Geschäftsführer der Firma Natursteine Hans Kaufhold aus Hannover, die mit den Steinmetzarbeiten beauftragt ist,  mehrmals in Portugal unterwegs, um farblich passenden Granit zu suchen.

Bei dem Sockel handelt es sich um ein Geschenk mehrerer Stifter an die Stadt Göttingen. 480 000 Euro lassen sie sich das Denkmal kosten. Die Ratsentscheidung über die Annahme des Geschenks fiel im Juli bei 22 Ja-Stimmen und 19 Gegenstimmen knapp aus.

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