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Der Göttinger Wohnmobilhafen hat sich etabliert

Reisen nach Lust und Laune Der Göttinger Wohnmobilhafen hat sich etabliert

Sonnabend, 10 Uhr. Es ist ungemütlich draußen. Auf dem Wohnmobilplatz an der Eiswiese stehen ein Dutzend Wohnmobile. Kein Mensch ist zu sehen. Die meisten Besucher schlafen wohl noch. Nur Barbara (54) und Kurt (57) Weismüller sind schon wach – und öffnen gerne die Tür zu ihrem Wohnmobil. Drinnen ist es schön warm, die Heizung läuft auf Hochtouren. Das Ehepaar aus Fulda will gleich losfahren. Ziel ist Braunschweig.

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Kommen gerne nach Göttingen: Barbara und Kurt Weismüller.

Quelle: Heller

Göttingen. „Wir sind seit dem ersten Weihnachtsfeiertag hier. Heiligabend haben wir noch mit der Familie gefeiert“, sagt Barbara Weismüller.

Im Göttinger Wohnmobilhafen sind sie schon öfter vor Anker gegangen. „Es gefällt uns gut hier. Die Nähe zur Stadt, dazu das Bad, das ist schon ideal“, sagt Kurt Weismüller. Viele würden Wohnmobilisten ja belächeln, sagt er. „Aber wir gehen essen und einkaufen. Wir bringen den Städten, die wir besuchen, Geld.“

So hat das Ehepaar den zweiten Weihnachtsfeiertag in der Eiswiese verbracht. Ein bisschen Entspannung, ein bisschen Bewegung, ein bisschen Faulenzen. „Wir haben schließlich Urlaub“, sagen die beiden.

Den verbringen sie bereits seit acht Jahren nur noch mit ihrem Wohnmobil der Marke Niesmann-Bischoff. Vorher hätten sie oft Flugreisen gebucht und in Hotels übernachtet. „Aber das gefiel uns irgendwann nicht mehr“, erklärt Barbara Weismüller. „Mit dem Wohnmobil kann man überall hin. Und wenn es einem nicht mehr gefällt, fährt man weiter.“

„Unser Wohnmobil ist unser Hotel“, sagt Kurt Weismüller – mit allen Annehmlichkeiten. Es gibt ein Bad und eine Dusche, Schlafplätze, Küche, Kühlschrank und einen Fernseher. „Die Dusche ist allerdings gerade ein Kleiderschrank, aber im Sommer ist das schon ideal“, sagt der 57-Jährige und lacht. „Es ist fantastisch, was man auf so kleinem Raum alles unterkriegt“, erzählen die beiden. „Wir haben hier sogar schon zu acht dringesessen.“

Das könnte sich in den nächsten Tagen wiederholen. In Braunschweig treffen sich die Weismüllers mit anderen Wohnmobilisten, die sie auf ihren Touren kennen gelernt haben. Am Mittwoch wollen sie dann alle zusammen weiter in den Harz nach Darlingerode fahren. „Wir wollen dort in einer Hütte Silvester feiern“, sagt Kurt Weismüller. „Wir haben alles reserviert, sonst kriegt man da nichts mehr.“

Übernachten werden sie aber wieder in ihrem geliebten Wohnmobil. „Da ist es doch am schönsten“, sagen die Weismüllers.

Göttinger Wohnmobilhafen: 7500 Übernachtungen im Jahr

Der Göttinger Wohnmobilhafen an der Eiswiese ist ein Erfolgsmodell. Das sagt Alexander Frey, Geschäftsführer des Betreibers, der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF). Allein in diesem Jahr seien bereits gut 7500 Übernachtungen gezählt worden, rund 500 mehr als im Vorjahr. Der Umsatz liege jährlich bei etwa 70 000 Euro.  „Das ist gigantisch. Mit so einem Erfolg haben wir nicht gerechnet“, sagt Frey.

Viel mehr Übernachtungen könnten es allerdings nicht werden. Die Kapazitäten seien ausgeschöpft.  Zwar habe es Überlegungen gegeben, den Platz in Richtung Sandweg zu erweitern. „Diese Idee haben wir aber wieder verworfen“, sagt Frey. Es wären zwar neun neue Plätze entstanden, allerdings in direkter Nähe zum stark befahrenen Sandweg.

„Das wäre sehr unattraktiv gewesen, deswegen haben wir das lieber gelassen.“ So bleibe es bei den 28 Plätzen, die sich in der Hochsaison bis zu 40 Wohnmobilisten teilten. „Die helfen sich untereinander“, sagt Frey. Besser sei doch ein „ein kleiner, feiner, ordentlich geführter Platz, auf dem sich die Gäste wohlfühlen“. Und das täten die meisten, sagt Frey.

Gelobt würden von den Wohnmobilisten vor allem die Nähe zum Badeparadies und zur Göttinger Innenstadt. In der City gingen viele der Gäste shoppen oder essen. „Die bringen also richtig Geld in die Stadt“, erklärt Frey.

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