Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
„Der HSV müsste mal Meister werden“

Margarete Eckstein feiert ihren 100. Geburtstag „Der HSV müsste mal Meister werden“

Einfach und solide, arbeitsam und fleißig leben. Wer Margarete Eckstein nach ihrem Geheimnis für ein langes Leben fragt, bekommt das als Antwort und als Tipp mit auf den Weg.

Voriger Artikel
Schüler gegen „Denkverbot an Schulen“
Nächster Artikel
Frostschäden kosten noch einmal 840000 Euro

100 Jahre alt: Margarete Eckstein feiert Geburtstag.

Quelle: Hinzmann

Und es scheint zumindest bei ihr funktioniert zu haben. Am Freitag, 3. September, feiert die Göttingerin ihren 100. Geburtstag. „Ich habe immer gearbeitet“, sagt Eckstein. Ihre Arbeit war die Hausarbeit. Entweder im eigenen Haushalt oder als Haushälterin bei anderen. Während ihr Mann als Herrenschneider tätig war, hat sie den Haushalt geschmissen.

Geboren wurde die 100-Jährige 1910 in Breslau, heiratete 1934 ihren Mann mit dem sie bis 1991 verheiratet war, und der 1991 im Alter von 97 starb. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lebte Eckstein mit ihm und dem Sohn im Kreis Schweidnitz in Schlesien. „Wir wurden aus unserer schönen Heimat vertrieben“, erinnert sich Eckstein. In Güterwaggons seien sie von den Sowjets „nach langer Irrfahrt“ zunächst nach Sachsen gebracht worden. „Die Flucht war furchtbar“, sagt sie. Über verschiedene Stationen gelangte die Familie dann erst nach Dankelshausen, dann nach Göttingen in die Dahlmannstraße und zuletzt nach Geismar. „Göttingen ist uns zur zweiten Heimat geworden“, sagt Eckstein. Besonders mit ihren Nachbarn habe sie sich gut verstanden. Heute wohnt sie im Seniorenzentrum Göttingen.

Die Antwort auf die Frage, was denn im Rückblick das Schönste in ihrem langen Leben gewesen sei, kommt schnell: „Die Familienzusammenführung nach dem Krieg.“ Glücklicherweise war der Sohn gesund und auch ihr Mann kam aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Für die Zukunft hat Margarete Eckstein einen Wunsch: „Der HSV müsste mal Meister werden“, sagt sie. Seit den glorreichen Zeiten von Uwe Seeler beim Hamburger Sportverein drückt sie dem HSV die Daumen. „Den finde ich gut“, sagt sie. Es versteht sich, dass die 100-Jährige bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft für die deutsche Mannschaft gejubelt hat.
Heute feiert Eckstein ihren 100. Geburtstag im Seniorenzentrum. Ihr Enkelsohn und die beiden Urenkel haben sich unter anderem angemeldet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017