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Nach Hannover und zurück auf sechs Spuren

Bundesverkehrswegeplan Nach Hannover und zurück auf sechs Spuren

Die Bundesregierung hat am Mittwoch den neuen Bundesverkehrswegeplan beschlossen. Darin enthalten sind auch einige Projekte in Südniedersachsen.

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Auch für die Region Göttingen sieht der Verkehrswegeplan Baumaßnahmen vor.

Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen/Berlin. Als fest vorgesehenes Projekt führt der Verkehrswegeplan den Ausbau von gut 29 Kilometern der A7 zwischen Göttingen und Salzgitter auf sechs Spuren an. Dies soll in der umstrittenen privaten ÖPP-Variante geschehen. Ebenso fest geplant ist der Neubau von knapp vier Kilometern der B 243 südlich von Bad Sachsa.

Ortsumgehungen im Eichsfeld vorgesehen

Als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft ist die Ortsumgehung Duderstadt mit einer Länge von gut neun Kilometern. Nur unter der Rubrik „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ und damit erst in weiterer Zukunft läuft die Ortsumgehung Uslar. In noch weiterer Ferne, weil ohne Planungsrecht, dürfte der Weiterbau der Ortsumgehung Waake östlich von Roringen verwirklicht werden. Außerdem sollen Ortsumgehungen für Hammenstedt bei Northeim, Katlenburg, Dorste zwischen Katlenburg und Osterode, Lütgenrode und Herzberg gebaut werden.

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) bezeichnete den neuen Verkehrswegeplan als „wichtigen Schritt für den Infrastrukturausbau. Niedersachsen als das logistische Herz Europas wird gestärkt.“ Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen für die nächsten Jahrzehnte sei gesichert.

Niedersachsen profitiert überproportional

Lies: „Alle drei Verkehrsträger - Schiene, Wasserstraße und Straße -  profitieren in Niedersachsen überproportional stark vom neuen Bundesverkehrswegeplan.“ Mit 12,1 Prozent der Bauvorhaben steht Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen auf der länderbezogenen Liste der Projekte an zweiter Stelle.

Lies kündigte zudem an, sich bis zur Beschlussfassung der Ausbaugesetze weiterhin für von Niedersachsen zwar angemeldete aber vom Bund nicht berücksichtigte Projekte einsetzen zu wollen Die Ausbaugesetze gehen nun in die parlamentarische Beratung. Im Herbst wird sich der Bundestag damit befassen. Der Bundesrat wird um eine Stellungnahme gebeten. 2017 sollen die Ausbaugesetze in Kraft treten.

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Von Redakteur Matthias Heinzel