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„Der Weltraum – unendliche Weiten“

Kinder-Uni „Der Weltraum – unendliche Weiten“

Mit Planeten, Galaxien und schwarzen Löchern hat sich der Astrophysiker Prof. Wolfram Kollatschny in seiner Vorlesung bei der Göttinger Kinder-Uni am Mittwoch beschäftigt. Seine Reise durchs All begann beim Mond und endete an den bisherigen Grenzen des Universums – in 13,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde.

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Experiment mit Fußball: Wolfram Kollatschny simuliert kosmische Phänomene.

Quelle: Theodoro da Silva

„Der Weltraum – unendliche Weiten.“ Gerade ist in deutschen Kinos das neueste Abenteuer des Raumschiffs Enterprise angelaufen. Auf rein wissenschaftlicher Basis hat indes der Göttinger Astrophysiker Wolfram Kollatschny am Mittwoch die schier unendlichen Weiten des Weltraums erkundet.

Kollatschnys Reise beginnt beim Mond. „Zwei Sekunden braucht das Licht, um vom Mond bis zur Erde zu gelangen.“ Ein kosmischer Katzensprung, denn das Licht der Sonne benötigt immerhin schon acht Minuten, um die rund 150 Millionen Kilometer zur Erde zurückzulegen. Staunen im vollbesetzten Hörsaal 010 der Uni. Kollatschny treibt die Entfernungen in immer weitere Dimensionen – 1500 Jahre dauert es bis das Licht aus der Orion-Region die Erde erreicht, zwei Millionen Lichtjahre sind es bis zur nächsten Galaxie, 13,2 Milliarden Lichtjahre bis zum entferntesten Punkt im Universum, den Wissenschaftler je beobachtet haben. In nahezu Lichtgeschwindigkeit behandelt Kollatschny die Geburt eines Sterns und dessen Ende oder schwarze Löcher.

Als Kollatschny am Ende seiner Vorlesung kurz das dritte Kepplersche Gesetz anreißt (zur Erinnerung: „Das Verhältnis der Quadrate der Umlaufzeiten zweier verschiedener Planeten ist genau so groß wie das Verhältnis der dritten Potenzen ihrer großen Halbachsen“), waren seine jungen Studenten wahrscheinlich schon wieder im Gedanken irgendwo anders im Universum, jedenfalls nicht bei Kollatschny. Ganz schön schwieriger Stoff für Schüler bis zur sechsten Klasse.

Von Michael Brakemeier

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