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Details für das Sockel-Denkmal am Göttinger Bahnhof stehen fest

Fundament wird im April gegossen Details für das Sockel-Denkmal am Göttinger Bahnhof stehen fest

Das bei einigen Göttingern umstrittene Denkmal für die Göttinger Sieben wird  in Kürze gebaut. Das Fundament für den Sockel auf dem Bahnhofsvorplatz soll noch im April gegossen werden.

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Probelauf für das Denkmal im vergangenen August: Künstlerin Christiane Möbus vor dem Modell.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Jetzt stehen fast alle Details fest“, sagt Matthias Dreyer von der Stiftung Niedersachsen in Hannover. Die Stiftung arbeitet für den Kreis der Denkmal-Schenker, dem auch Andreas Büchting, Aufsichtsratsvorsitzender der Einbecker KWS Saat AG, angehört. Statik, Schrift und Umfeldgestaltung: Laut Dreyer seien die planerischen Vorbereitungen nahezu abgeschlossen. „Der Zeitplan steht, alles läuft nach Plan, so wie es aussieht, kann das Denkmal im August stehen“, so Dreyer weiter.

Zunächst soll das Fundament für den rund 160 Tonnen schweren Sockel am Bahnhof gegossen werden, „damit es auch hält“. Anschließend wird ein Unterbau für den Sockel aus Beton gebaut. Darauf werden dann die Granitplatten angebracht. „Am Ende folgt die Plinthe“, sagt Dreyer. Auf der Platte  aus Bronze soll der Hufabdruck eines Pferdes zu sehen sein. Der Granitsockel ist ein Nachbau des  Denkmals vor dem Bahnhof in Hannover – dort steht das Reiterstandbild von König Ernst-August auf dem Granitsockel.

In Hannover steht „Dem Landesvater sein treues Volk“ auf dem Denkmal, in Göttingen wird zu lesen sein: „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“. Zu den Namen der berühmten sieben Professoren kommt in gleicher Größe der Name der Künstlerin, Christiane Möbus, hinzu. Vor allem daran hatten sich viele Göttinger gestört. Der Rat der Stadt hatte mit knapper Mehrheit  von 22 Stimmen aus den Reihen von SPD und Grünen die Schenkung angenommen. 19 Abgeordnete lehnten sie ab. Kritiker sehen in der Nennung der Künstlerin eine Anmaßung, stören sich an Ort und Größe des Objektes und kritisieren, dass die Stifter anonym bleiben. Das Denkmal kostet rund 480 000 Euro.

Für den Bau des Fundaments sorgt die Göttinger Stadtverwaltung. „Wir warten gegenwärtig auf die statische Berechnung für den Sockel. Haben wir die, können wir berechnen, wie das Fundament auszuschauen hat“, sagt Pressesprecher Detlef Johannson. Und weiter: „Die Planung ist: Ende April ausschachten, im Mai das Fundament ausgießen, und das muss dann etwa einen Monat austrocknen.“

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