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Detlef I. eröffnet im Ballenhauser Karnevals-Club die Session

Neuer Nippel ein sozialer Jeck Detlef I. eröffnet im Ballenhauser Karnevals-Club die Session

Kölsch im Glas und Helau auf den Lippen – eigentlich ein Widerspruch. Nicht so in Ballenhausen. Mit „Ballenhusen Helau“ haben die Jecken des BSC am 11. 11. um 11.11 Uhr die neue Saison („Session!“, erschallt es vielstimmig) eröffnet.

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Der neue Nippel Detlef I. zieht unter dem Applaus der Masse ins Gasthaus Meyer in Ballenhausen ein.

Quelle: Theodoro da Silva

Ballenhausen. Am Fernsehgerät erlebten sie den Beginn der fünften Jahreszeit auf dem Kölner Aldermarkt mit. Und am Abend proklamierten sie ihren neuen Prinzen, der in Ballenhausen Nippel heißt. Für den abdankenden Nippel Klaus I. war die „Saison“ („Session!“, korrigiert die Masse) gegen 18 Uhr zu Ende. Neuer Nippel ist Detlef I., der eigentlich Detlev heißt, aber für die – ja, „Session“ – gern auf das V verzichtet.

Der Nippel ist quasi der Prinz der Ballenhausener, er repräsentiert. Vorläufig gar den ganzen Karneval rund um Göttingen, denn Szültenbürger und Rheintreue brachten vorerst keine Feste zustande. Erst am 24. Januar feiern die beiden Göttinger Traditionsvereine gemeinsam.

In Ballenhausen hingegen kennt man keine Personalprobleme. 146 Mitglieder zählt der 2008 gegründete Karnevals-Club. Sie kommen aus den Gemeinden Friedland, Rosdorf und aus Göttingen und sind zwei (der kleine Leon, der am 11. 11. zwei Jahre alt wurde) bis 82 Jahre alt.

Angefangen hat alles, nachdem Vorsitzender Andreas Wagner und einige Freunde in Köln zum Karneval waren. Daher auch der Hang zum Kölsch. Und auch am Motto der Domstädter orientieren sich die Ballenhäuser: „Sozialer Jeck“ lautet das hier wie dort und spielt auf die sozialen Netzwerke an, über die sich auch die hiesigen Narren austauschen. In den Farben aber setzt sich die Nippel-Gemeinde ab: orange und schwarz. In diesen Farben sehen dann auch die Tänzerinnen besonders schick aus.

Mehrere Garden von den Mädchen ab vier Jahren bis hin zu den Ladykrachern (30 bis immer noch 40) üben das ganze Jahr über im Gasthaus zur scharfen Ecke für ihre Auftritte. Kanevalstypisch bunt hingegen das Kostüm des Nippel, der eine Art Zepter, der ebenfalls Nippel heißt, als Ausdruck seiner Würde die ganze Saison („Session!“) bei sich führt. Den darf Detlef I. bis Aschermittwoch nicht aus der Hand legen. Sonst wird es teuer – man trinkt Kölsch.

Detlef I.  eröffnet im Ballenhauser Karnevals-Club die Session. © Theodoro da Silva

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