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Deutsch-Französische Gesellschaft Göttingen kümmert sich um Partnerstadt Pau

Freundschaften müssen gepflegt werden Deutsch-Französische Gesellschaft Göttingen kümmert sich um Partnerstadt Pau

Frankophile aufgemerkt! Eine französische Autorin liest aus ihrem Buch – in Französisch und in Deutsch. „Marthe et Mathilde“, die Erzählung vom Leben ihrer französisch- und deutschstämmigen Großmütter im Elsass, ist eines der bekanntesten Werke von Pascale Hugues. Mit der Lesung leistet die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) ihren Beitrag zur Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

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Spaß beim gemeinsamen Kochen: Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft.

Quelle: EF

Göttingen. Die Lesung reiht sich ein in eine Vielzahl von Veranstaltungen, die die DFG seit 1981 regelmäßig organisiert hat. Überwiegend politische Vorträge, Kulturveranstaltungen, aber auch gesellige Treffen bis hin zum Kochkurs – französische Küche natürlich.

Damals, 1981 bis 1988, war der SPD-Politiker Klaus Wettig Vorsitzender der DFG.Dem Gründungsvorsitzenden folgten Renée Grihon, von März 2008 bis Januar 2009 Heinz Fuchs und seither Christa Neifeind. Die frühere Französischlehrerin fand damals 2009, 27 Mitglieder vor. Inzwischen sind es 59. Sie alle eint: Sie lieben Frankreich, sprechen unterschiedlich gut Französisch und sind Freunde der südfranzösischen Partnerstadt Pau.

Die Partnerschaft war es auch, die zur Gründung führte. Noch ehe die Urkunde 1982 unterschrieben war, hatte der Europaabgeordnete (1979 bis 1994) Wettig eine Gruppe um sich geschart, die die Verbindung trug.

„Freundschaften müssen gepflegt werden“

Heute tut dies längst der Göttinger Partnerschaftsverein, der sich um alle Städteverbindungen kümmert. Die DFG flankiert mit Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Kinobesuchen oder Reisen zu französischen Wochen in Hannover oder Bremen.

Besorgt registriert die Vorsitzende Neifeind allerdings, dass der Französischunterricht an deutschen Schulen um ein Drittel rückläufig ist. Auch habe sie in Frankreich zunehmend Vorbehalte gegen Deutsche gespürt. Heute gehe es nicht mehr, wie früher, um deutsche Kriegsschuld. Stattdessen hielten Franzosen den Deutsch ihre rigorose Haltung in der europäischen Finanzpolitik vor.

Gerhard Schröder, sagt Neifeind, sei in Frankreich noch als Freund wahrgenommen worden, Angela Merkel heute als jemand, der von Frankreich fordere, sich geldpolitisch an deutschen Bedürfnissen zu orientieren. In Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Frankreich falle Kritik an Deutschland auf fruchtbaren Boden. Neifeind appelliert darum: „Freundschaften müssen gepflegt werden, jetzt besonders die zu Pau.“

Die Lesung Pascale Hugues‘ beginnt am Mittwoch, 19. November, um 19 Uhr im Goethe-Institut, Merkelstraße 4, Göttingen.

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