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Diakonie-Zentrum Göttingen erhält neue Dimension

Gebäude soll um mehr als 50 Prozent größer werden Diakonie-Zentrum Göttingen erhält neue Dimension

Das geplante Diakonie-Zentrum des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen soll erheblich größer werden als bislang geplant. Das zwischen Marienkirche und Parkhaus am Groner Tor auf dem bisherigen Parkplatz geplante Gebäude soll nach aktuellem Stand statt 2000 Quadratmeter Nutzfläche 3400 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen bieten.

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Das geplante Diakonie-Zentrum des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen soll erheblich größer werden als bislang geplant.

Göttingen. Damit steigen die Kosten von bislang fünf auf 7,5 Millionen Euro, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht, die Siegfried Kleimeier vom Berliner Bauberatungs-Büro „Perspektive“ im Kirchenkreistag vorstellte.

Die Vergrößerung des Gebäudes hängt damit zusammen, dass mit der Evangelischen Familienbildungsstätte, der Studentengemeinde und dem Studienhaus weitere große mögliche Mieter hinzugekommen sind. In das Gebäude sollen unter anderem Einrichtungen des Kirchenkreises einziehen, die bisher verstreut im Stadtgebiet in angemieteten Räumen untergebracht sind.

Vorgesehen waren bisher schon der Diakonieverband mit Abteilungen wie Migrationszentrum und Suchtberatung, das Diakonische Werk Christophorus mit betreutem Wohnen und ein Gastronomie-Betrieb.

Der Neubau läuft unter dem Titel „Forum für Kirche und Diakonie“. Mit dem Titel soll die enge Verzahnung von Kirche und Diakonie betont werden, wie Pastor Thomas Harms als Projektleiter erläutert. Der Neubau soll mit der Marienkirche, dem zugehörigen Gemeindehaus und dem Kommende-Gebäude räumlich und funktionell ein Ensemble bilden, dass auf eine Nutzfläche von 5500 Quadratmeter kommt.

Bauvoranfrage der Stadt muss Klarheit schaffen

Der Kirchenvorstand von St. Marien hat bereits zugestimmt, über die normale Nutzung als Gemeindekirche hinaus eine Spezialisierung als Diakoniekirche zu entwickeln. Die Diakonie ist der soziale Dienst der evangelischen Kirche am Nächsten.

Die neue Gebäude-Dimension ist allerdings durch den aktuellen Bebauungsplan nicht gedeckt. Hier muss eine Bauvoranfrage bei der Stadt noch Klarheit schaffen. Das Grundstück im Wert von 850 000 Euro befindet sich bereits im Besitz des Kirchenkreises, der alleiniger Bauherr ist. Die Investitionskosten liegen damit bei 6,65 Millionen Euro. Das aufzunehmende Darlehen in Höhe von fünf Millionen Euro soll sich aus den Mieten refinanzieren.

Zu den vorgestellten Modellrechnungen gab es allerdings einige kritische Nachfragen aus dem Plenum, auch zu den Personal-Folgekosten für die Betreuung des Gebäudes. Harms wies andererseits darauf hin, dass es für den Bau noch Zuschüsse durch die Aktion Mensch oder die Diakonie geben könnte.

Eine Voruntersuchung des Geländes ist bereits erfolgt. Mit großer Mehrheit gab der Kirchenkreistag nun 17 500 Euro für die weiteren Planungen frei, bei denen die finanzielle Machbarkeit gründlich und auch extern geprüft werden soll. Im Februar muss der Kirchenkreistag dann entscheiden, ob er das Projekt umsetzen möchte oder nicht. Über die Finanzierung möglicher Umbauten an Kirche, Gemeindehaus und Kommende  gab es noch keine Angaben.

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