Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Diakonie gibt 20 000 Euro für afrikanische Flüchtlinge

Winterkleidung für Asylbewerber Diakonie gibt 20 000 Euro für afrikanische Flüchtlinge

Die Diakonie in Niedersachsen unterstützt das Aufnahmelager Friedland mit 20 000 Euro. Das Geld soll zum Kauf von Winterkleidung für Asylbewerber aus Afrika verwendet werden.

Voriger Artikel
Hillebrecht neuer Ortsbürgermeister in Reinhausen
Nächster Artikel
A7 Richtung Kassel Sonnabendnacht voll gesperrt

In der Kleiderkammer der Inneren Mission im Aufnahmelager Friedland: Christoph Künkel (l.) und Martin Steinberg.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Die Kleidung wird von der Kleiderkammer der Inneren Mission, einer Einrichtung der evangelischen Kirche, ausgegeben. Das Geld stammt aus Kollekten der Landeskirche.

Mit der Aktion solle auf eine Lücke in der Versorgung von Aslybewerbern hingewiesen werden, sagte Christoph Künkel, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. Die Höhe der für Asylbewerber für Kleidung gesetzlich vorgesehenen Geldsätze reiche nicht aus, um Menschen zu versorgen, die aus Afrika häufig nur mit der Kleidung am Leib und einer Plastiktüte im Winter nach Deutschland kämen.

Diesen Menschen sei nicht nur seelisch, sondern auch körperlich kalt, so Künkel. Die Flüchtlinge sollen nun winterfeste Jacken und Schuhe aus der Kleiderkammer der inneren Mission erhalten. Zusätzlich habe sich die Deutsche Kleiderstiftung Spangenberg bereiterklärt, für Friedland speziell Winterkleidung auszusortieren und zu liefern. Von direkten Kleiderspenden an das Lager riet Künkel ab, da der Sortieraufwand zu groß sei. Zudem würden Wintersachen meist gespendet, wenn der Winter vorbei sei.

Derzeit seien im Aufnahmelager Friedland 700 Menschen untergebracht, darunter 150 Spätaussiedler und 550 Asylbewerber, so der stellvertretende Lagerleiter Lorenz Große. Damit liege das Lager derzeit knapp unter seiner Kapazitätsgrenze. Das werde sich jedoch mit der baldigen Ankunft großer Flüchtlingskontingente ändern. Passend dazu gab das Land Niedersachsen gestern bekannt, dass  am Montag in Hildesheim eine neue Aufnahmestelle eröffnet wird.

Lagerpastor Martin Steinberg, der mit einem Antrag die Winterkleidungs-Aktion für das Lager ins Rollen brachte, rechnet damit, dass im Winter weiterhin pro Monat 400 Asylbewerber aus Afrika in Friedland ankommen. Laut Große ist das Lager ausschließlich für Asylbewerber aus Eritrea zuständig. Auch andere Flüchtlinge wie etwa Jesiden könnten Winterkleidung bekommen, so Steinberg.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung