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„Die Klingebiel-Zelle gehört nach Göttingen“

Einstimmiger Beschluss im Rat „Die Klingebiel-Zelle gehört nach Göttingen“

Die Klingebiel-Zelle soll in Göttingen bleiben und öffentlich zugänglich sein. Dazu soll sie in die geschichtliche Sammlung der Georg-August-Universität überstellt werden. Das haben am Donnerstag die Mitglieder des Rates der Stadt einstimmig gefordert.

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Quelle: Theodoro da Silva/Archiv

Göttingen. Nach einem Antrag von SPD und Grünen soll die Verwaltung jetzt mit der Georg-August-Universität ausloten, ob und wie das Raumkunstwerk unter ihrer Regie öffentlich präsentiert werden kann.

 
Die Klingebielzelle ist ein raumfüllendes Kunstwerk mit  Wänden, die der Psychiatriepatient Julius Klingebiel überwiegend in den 1950er-Jahren bemalt hat. Sie steht unter Denkmalschutz, ist zurzeit aber nicht öffentlich zugänglich. Der Raum befindet sich im sogenannten Festen Haus für Psychiatriepatienten. Das Land Niedersachsen gibt das Gebäude auf und will es verkaufen. Zugleich gibt es Ambitionen des Sprengel-Museums in Hannover, die Klingebiel-Zelle in seinen – mit Landesmitteln geförderten – Neubau zu überführen.

 
Die Klingebiel-Zelle sei eng mit der Geschichte des Festen Hauses und der Psychiatrie-Historie in Göttingen verbunden und habe damit einen „eindeutigen Bezug zur Stadt“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Peter Arndt zu dem rot-grünen Antrag,  sie in Göttingen zu halten. Gerade wegen ihrer medizin-historischen und künstlerischen Bedeutung müsse sie auch öffentlich präsentiert und eingeordnet werden. Sprecher von CDU und Linken pflichteten ohne lange Worte bei.

 
Auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) betonte während der Ratsdebatte: „Die Klingebiel-Zelle gehört nach Göttingen.“ Bereits vor einigen Monaten habe Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) diese Position unmissverständlich unterstützt. Vor diesem Hintergrund seien die Bestrebungen aus Hannover „schon ein wenig verwunderlich“, so Köhler.

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