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Die Suche nach Schilda

Tierliebhaber Die Suche nach Schilda

Für ihre Besitzer sind Haustiere treue Wegbegleiter. Sie lieben ihre Tiere wie Familienmitglieder und sind untröstlich, wenn sie eines Tages nicht mehr da sind. Eine besonders enge Verbindung zu seiner verschwundenen Schildkröte Schilda hat der Göttinger Hartmut Drogge.

Quelle: SPF

Göttingen. Mehr als zwei Jahre lange hat Schilda bei Drogge zwischen dem Göttinger Ostviertel und der Universitätsklinik gelebt, bis sie am 21. Juni verschwand. „Wenn die Sonne scheint, liegt sie immer draußen am Garten-Teich“, schildert der Göttinger. „Plötzlich war sie einfach weg“, sagt er. Wahrscheinlich habe sie ein Fischreiher verschleppt und irgendwo wieder fallen lassen, vermutet Drogge. Für den tierlieben 49-Jährigen, der auch einen Hund und einen Papagei besitzt, war das Verschwinden seiner Schildkröte nicht nur ein Riesenschock, sondern auch ein sehr tragischer Vorfall. „Schilda war das Lieblings-Haustier meiner verstorbenen Frau Karin“, erklärt er. „Sie wollte schon immer eine Schildkröte haben. Karin hat Schilda von einer Bekannten aus Italien bekommen“, fügt der Göttinger hinzu.

Vor rund einem Monat starb Drogges 50-jährige Ehefrau an einer Krankheit. „Karin war ein sehr fröhlicher Mensch. Sie war Schulleiterin an einer Grundschule. Meine Frau hatte Schilda sehr gern“, meint der trauernde Witwer. „Ich will alles von ihr bewahren, und die Schildkröte erinnert mich sehr an sie“, erzählt er. So schaltete Drogge auch unter anderem Suchanzeigen in der Zeitung, auf der Internet-Plattform Ebay und klebte Zettel mit Bildern von Schilda an Laternenmasten. Auch beim Fundbüro der Feuerwehr fragte er nach. Rund zehn Menschen meldeten sich darauf in den vergangenen Tagen bei dem verzweifelten Haustierbesitzer, doch keiner der Hinweise führte ihn zu Schilda. „Ich habe alles mögliche getan, um sie zu finden. Ich muss sie einfach wieder haben“, betont Drogge.

Hoffnung macht dem 49-Jährigen die Nachricht der Reptilienauffangstation bei Witzenhausen. Mitarbeiter der Station meldeten sich vor einigen Tagen bei Drogge, weil bei ihnen eine Schildkröte, auf die Schildas Beschreibung zutrifft, abgegeben wurde. „So schnell wie möglich werde ich zur Reptilienauffangstation fahren“, versichert der Göttinger. „Ich bin zuversichtlich, dass es sich um Schilda handelt. Sie hat einen gelben Bauch, genauso wie die gefundene Schildkröte. Ich habe im Moment genug Probleme, die mich sehr belasten. Wenn es wirklich Schilda ist, dann habe ich ein Problem weniger“, sagt der Witwer.

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