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Die andere Seite der Organspende

Wer Spenderpass unterschreiben will, sollte alles wissen Die andere Seite der Organspende

„Um eine informierte und unabhängige Entscheidung jedes Einzelnen zu ermöglichen, sieht dieses Gesetz eine breite Aufklärung der Bevölkerung zu den Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende vor.“ So steht es im neu gefassten Transplantationsgesetz. Wo ist sie, diese Aufklärung? Das fragen sich Stephan Holzhaus und Claus-Carsten Geck.

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Wollen die andere Seite der Organspende aufzeigen: Arzt Claus-Carsten Geck (links) und Heilpraktiker Stephan Holzhaus.

Quelle: Vetter

Göttingen. Der Heilpraktiker und der Internist und Physiker vermissen sie. Als reine Werbeveranstaltungen für das Ausfüllen eines Organspendeausweises betrachten sie Aktionen wie jüngst die Podiumsdiskussion der Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) in Göttingen.

Holzhaus und Geck haben mit Cornelia Notholt, einer künstlerischen Therapeutin, einen Initiativkreis gegründet. Für den Sonntag, 9. November, organisieren sie eine ganztägige Informationsveranstaltung in der Waldorfschule, Arbecksweg 1.

Dort soll auch über „Die andere Seite der Oranspende“ informiert werden – über Eltern, die ohne alle Informationen ihr sterbendes Kind freigaben und sich heute Vorwürfe machen, über den umstrittenen Hirntod als Voraussetzung für die Organentnahme und über die Organspende aus spiritueller Sicht. Dass der Initiativkreis der Transplantationspraxis kritisch gegenüber steht, ist kein Geheimnis – nicht erst seit dem Transplantationsskandal in Göttingen.

Station des Sterbeprozesses

Beunruhigend sei auch, dass Organe, die Sterbenden entnommen werden, ehe sie endgültig tot sind, regelrecht zur Ware geworden seien. Wer sich entscheiden wolle, der müsse wissen, dass der Hirntod eben nur eine Station des Sterbeprozesses sei. Noch dazu, wie spektakuläre Fälle zeigten, nicht immer irreversibel.

Für die Veranstaltung in der Waldorfschule haben die Organisatioren auch die Münchener Ärztin Regina Breuel (11 Uhr) als Referentin zum Hirntod, die Eltern eines Spenderkindes, Renate und Gebhard Focke aus Bremen (12.30 Uhr), und den anthrophosophischen Arzt Andreas Zucker aus Kempten (14.30 Uhr) gewonnen.

Weitere Informationen bei Stephan Holzhaus unter Telefon 05 51 / 7 90 66 30.
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