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Die enttäuschte „Herbie-Jugend“

Herberhausen Die enttäuschte „Herbie-Jugend“

Am Dienstag-Abend soll sich ein Beirat mit einem möglichen Jugendraum in Herberhausen befassen. Dich der Streit um das Thema scheint festgefahren: Nachbarn lehnen den selbstgebauten Jugendraum von Herberhäuser Jugendlichen ab, die wieder rum „steigen da nicht mehr durch“.

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Quelle: GT

Herberhausen. So formuliert es jedenfalls eine 17-Jährige aus Herberhausen. Und die 15-jährige Sonja findet es angesichts des nahezu fertig sanierten ehemaligen Ziegenstalls „richtig schade, dass wir das hier aufgeben müssen“.

Daran führt aber offenbar kein Weg vorbei: Der ehemalige Ziegenstall an der Dorfschänke grenzt an ein Nachbargrundstück und einer der Nachbarn verweigert die Zustimmung zur neuen Nutzung des kleinen Schuppens.

Denn ursprünglich sollten Jugendliche, die über 16 Jahre alt sind, in dem Jugendraum auch Alkohol trinken dürfen - „Alkohol und Jugendliche, das gibt nur Ärger“, glaubt der Nachbar, der lieber anonym bleiben möchte. Außerdem habe es, so berichtet er, bereits an einem Februar-Wochenende Probleme mit einer Party gegeben. „Das war so was von laut“, so der Nachbar.

Die Jugendlichen, die sich selbst als „Herbie-Jugend“ sehen, sind nach Sonjas Angaben kompromissbereit: Auf Alkohol würden sie verzichten, auch Öffnungszeiten bis 20 Uhr unter der Woche und am Wochenende bis 22 Uhr sind ihr zufolge vorstellbar.

Die Diskussion hat sich mittlerweile allerdings verschärft: Nachdem die Jugendraum-Unterstützerin Vera Rohrdantz, Betreiberin der Dorfschänke, „Angriffe auf Facebook“ unternommen habe, habe er beschlossen, „jetzt ist Schluss, ich gebe meine Unterschrift nicht“, so der anonyme Nachbar.

Damit sei das Thema Jugendraum an der jetzigen Stelle „verbrannt“, glaubt nun auch Herberhausens Ortsbürgermeisterin Ingrid Möhring. Ihr zufolge sei der Standort mitten im Ort wegen der vorhandenen sozialen Kontrolle eigentlich Ideal gewesen - der alte, abgelegene Jugendraum wurde ihr zufolge nach einigen Exzessen dort geschlossen.

Sie hoffe nun auf einen Neuanfang: Während der Ortsratssitzung soll am Dienstag, 12. April, um 20 Uhr, soll ein Beirat aus Eltern und Anderen gebildet werden, der sich um die Suche nach einem neuen Standort kümmere. Der Vorschlag erntet bei den Jugendlichen angesichts der investierten Arbeit allerdings nur ein Nasen-Rümpfen. Sie wollen sie sich nun beispielsweise weiterhin auf dem Universitätscampus treffen.

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