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Die "abschiebefreie Stadt"

Die fünf wichtigsten Wahlkampfthemen der Grünen in der Stadt Göttingen Die "abschiebefreie Stadt"

Willkommenskultur, soziale Gerechtigkeit, Wohnungspolitik, Verkehr und Kulturförderung - das sind die fünf Kernthemen der Grünen im Wahlkampf für die Stadt Göttingen. Harald Wiedemann vom Stadtvorstand erläutert die Themen.

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Harald Wiedemann vom Stadtvorstand der Grünen

Quelle: R

Göttingen. Willkommenskultur: "Wir möchten in unserer traditionsreichen weltoffenen Universitätsstadt eine Kultur fördern, die ,Ja' sagt zu den Menschen und Geflüchtete willkommen heißt", sagt Wiedemann. Die Grünen sähen Vielfalt als Chance und setzten auf Inklusion und Chancengerechtigkeit statt auf Zurückweisung. "Unser Ziel ist eine ,abschiebefreie Stadt'." Eine Stadt, die "Fremden" das Ankommen "so leicht wie möglich" mache. 

Soziale Gerechtigkeit durch Bildungsgerechtigkeit und Inklusion: Sozialpolitisch habe die Kommune vor allem Zugriff auf den Bildungsbereich, erläutert Wiedemann. "Wir setzen uns für eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und langes gemeinsames Lernen ein." Die Grünen lehnten eine "frühe Differenzierung nach Leistung" ab. Dies könne in Göttingen vor allem wegen der "hervorragenden" Krippen, Kindertagesstätten, Ganztagsgrundschulen und Gesamtschulen gelingen. "Wir möchten sie zu Zentren in den Stadtteilen machen", sagt Wiedemann. Die Grünen sprechen sich für eine Stärkung der Volkshochschule aus, bei der Beschäftigungsförderung setzen sie auf Service statt auf Sanktionen und Kontrolle.

Flächen- und Wohnungspolitik: "Bezahlbar, sozial, ökologisch" soll die Flächen- und Wohnungspolitik der Grünen in der Stadt Göttingen sein. So soll gebaut werden, um Wohnungsnot und hohen Mieten zu begegnen, sagt Wiedemann. "Statt auf Zersiedelung setzen wir auf eine kompakte Stadt der kurzen Wege in der wir die autogerechte Trennung von Arbeit, Wohnen und Freizeit aufheben möchten." Die Grünen förderten Baugruppen und setzten auf "integrierte Quartiere mit hoher Aufenthaltsqualität".

Verkehr: Klimaschutz, Lärm- und Emissionsschutz, Unfallvorbeugung und sozialverträgliche Mobilität gehen für die Grünen in der Stadt Hand in Hand. "Wir setzen auf Fußgängerverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr - Rad, Bus, Bahn - und fördern zukunftsweisende Konzepte wie E-Mobilität und Car-Sharing", sagt Wiedemann. Vor allem durch das Konzept „Shared Space“ soll nach Plänen der Grünen die Aufenthaltsqualität an Straßen verbessert werden. Beim Thema Umweltschutz seien die Grünen die konservativ. Ziel sei die "pflegende" Erhaltung von Grünflächen und die Minimierung des Flächenverbrauchs. "Grüngürtel statt Golfplatz", sagt Wiedemann. "Daher setzt unsere Wirtschaftsförderung auf wissenschaftsnahe Ausgründungen und Gesundheitsdienstleister statt auf flächenintensive Logistik."

Kulturförderung:   Die Grünen wollen Kultur "im Großen wie im Kleinen" fördern. "Die in Planung befindlichen Großprojekte wie Kunstquartier, Städtisches Museum und das Forum Wissen möchten wir - soweit finanziell möglich - umsetzen, ohne die bestehenden kleineren Projekte zu gefährden", sagt Wiedemann. "Ein politischer Spagat, der Fingerspitzengefühl erfordert." Projekte, die sich kulturelle Teilhabe und Innovationen zum Ziel setzen, würden die Grünen besonders unterstützen.

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