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"Die jetzige Situation ist verbesserungswürdig"

Verwaltung soll Verlegung des Verkehrs von B3 und B27 prüfen "Die jetzige Situation ist verbesserungswürdig"

Mit den Enthaltungen der CDU/FDP-Gruppe hat der Bauausschuss am Donnerstag der Verwaltung den Auftrag gegeben, zu prüfen, wie und ob sich der Verkehr von B 3 und B 27 in Richtung neuer B 3 verlegen lässt. Einen entsprechenden Antrag hatten SPD, Grüne, Linke und Piraten gestellt.

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Ziel des Antrages sei, erläuterte Ulrich Holefleisch (Grüne), "eine mittelfristige Verlegung der Wege in der Stadt".

Quelle: CH

Göttingen . Ziel des Antrages sei, erläuterte Ulrich Holefleisch (Grüne), "eine mittelfristige Verlegung der Wege in der Stadt". Dadurch sollten die Straßen in der Stadt entlastet werden.

Die Verwaltung soll nun prüfen, ob der Verkehr auf den Bundesstraßen 3 und 27  im Bereich von Berliner Straße, Weender Tor, Weender Landstraße und Hannoversche Straße auf die Bahnhofsallee und den Maschmühlenweg über den Rinschenrott in Richtung neue B3 verlagert werden kann.  Gleichzeitig soll geprüft werden, ob die Anschlussstelle der neuen B 3 an den Maschmühlenweg mit einem Kreisel ausgestattet werden kann, um den Verkehr zügiger zu führen. 

Der Ausschussvorsitzende Christian Henze (SPD) räumte zwar ein, dass eine solche Verlegung vermutlich Probleme mache. "Aber man muss das einfach mal prüfen", sagte Henze vor dem Hintergrund des anstehenden Umbaus des Maschmühlenweges und des Groner Tores sowie der weiteren Stadtentwicklung entlang der Hannoverschen Straße.

Die CDU/FDP-Gruppe fürchtet nun, dass durch eine Verlagerung des Verkehrs beider Bundesstraßen in der Nordstadt die Voraussetzungen für ein Tempolimit und einen Rückbau der Hannoverschen Straße auf zwei Spuren geschaffen würden. Eine entsprechende Verkleinerung der Straße hätten vorbereitende Untersuchungen zur Nordstadt bereits vorgeschlagen, sagte Hans Otto Arnold (CDU). Einer Tempo-30-Zone würde so "Tür und Tor" geöffnet.

Er fühle sich durch diesen "tatsächlichen Hintergrund" des Antrages "über den Tisch gezogen". Henze quittierte Arnolds Aussage mit: "Das ist doch vollkommener Käse." Ein Änderungsantrag der CDU/FDP-Gruppe,  nur die Verlagerung des B-3-Verkehrs zu prüfen, erhielt nur die drei Stimmen von der Gruppe.

Für Stadtbaurat Thomas Dienberg geht der Prüfantrag in die richtige Richtung. "Die jetzige Situation ist verbesserungswürdig", sagte er und räumte aber ein, dass der Maschmühlenweg beim jetzigen Verkehrsaufkommen zwar "im Großen und Ganzen" gut funktioniere, die Belastungsgrenze bald aber erreicht sei. Probleme würden aber vor allem die Kreuzungen machen, hier vor allem der Knotenpunkt von Bahnhofsallee und Groner Landstraße. Verkehrsplaner Sören Koss pflichtete Dienberg bei.

Eine Verlagerung des  Bundesstraßenverkehrs hätte Auswirkungen auf weite Teile des Verkehrsnetzes. Zudem würden heute schon auf Rinschenrott, Maschmühlenweg und Bahnhofsallee 22500, 20000 beziehungsweise 18000 Fahrzeuge pro Tag fahren. Eine etwaige Verbreiterung der Straßen von zwei auf künftig vier Spuren wäre auch aus finanzieller Sicht ein Riesenprojekt mit "Großfolgen", sagte Koss.

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