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Diebesbande verunglückt mit gestohlenem Lastwagen in Göttingen

Beutezug durch den Landkreis Göttingen Diebesbande verunglückt mit gestohlenem Lastwagen in Göttingen

Unangemessenes Tempo rächt sich – zumal, wenn man sein Fahrzeug überladen hat. Am Sonntagmorgen ist eine Diebesbande in einem gestohlenen Lastwagen im Kreisel der Autobahnausfahrt Göttingen Nord verunglückt, weil ihre zwölf bis 15 Tonnen wiegende Beute ins Rutschen und Rollen kam. Aluminiumbleche im Wert von mehreren zehntausend Euro krachten auf die Straße. Die Diebe türmten unerkannt.

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Tonnenweise gestohlener Aluminiumschrott und -blech auf der Fahrbahn am Kreisel Göttingen-Nord.

Quelle: Heller

Göttingen/Adelebsen/Bernshausen. Seinen Ausgang nahm der Diebeszug durch den Landkreis nach ersten Ermittlungen der Polizei bereits im Eichsfeld. Am Sonnabendabend war bei Bernterode (Breitenworbis) ein Zwölftonner-Lastwagen mit Plane und Spriegel gestohlen worden. Mit dem Fahrzeug fuhren unbekannte Diebe nach Adelebsen und gelangten durch ein aufgebrochenes Seitentor auf das riesige Gelände des ehemaligen Sägewerkes Klausner. Dort haben verschiedene Firmen ihren Sitz, unter anderem eine Logistikfirma, die sich mit Aluminiumblechen und -schrott befasst. Dort drangen die Täter in eine Lagerhalle ein, deren Tor sie gewaltsam öffneten. Mit den vorgefundenen Gabelstaplern wurde danach Aluminium verladen. Wertvollste Beute war eine rund 30000 Euro teure Rolle Alu-Blech, die allein zehn bis zwölf Tonnen wiegt und die äußerst heikel zu transportieren ist. Normalerweise muss die Fracht mit mindestens sechs Seilzügen gesichert sein.

Die Diebe dachten daran wohl nicht. Sie luden die Rolle ungesichert auf und packten auf die freie Fläche noch tonnenweise gepressten Aluminiumschrott, erklärt Polizeisprecher Joachim Lüther auf Anfrage. Mit der ungesicherten und für einen Zwölftonner viel zu schweren Ladung ging es in Richtung Göttingen.

Am Kreisel zwischen Zubringer und A 7 war die Fahrt dann zu Ende. Die riesige Rolle geriet ins Rollen, der Schrott rutschte mit, und die gesamte Ladung landete um 5.50 Uhr im Kreisel auf der Fahrbahn. Über Stunden musste eine Bergungsfirma aufräumen. Bis zum späten Vormittag gab es dadurch Verkehrsbehinderungen.

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