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Diemardener fordern Spielstraße am Sportplatz

Sorge um Kinder Diemardener fordern Spielstraße am Sportplatz

Mit einer Unterschriftenaktion kämpfen Mitglieder des Sportvereins Diemarden darum, das eine Straße am Sportplatz als Spielstraße ausgebaut wird. Hintergrund: Immer wieder laufen Kinder vom Fußballfeld auf die Fahrbahn und werden dadurch gefährdet.

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Kämpfen für eine Spielstraße am Diemardener Sportplatz (von links): Antje Quednow, Martina Arnecke und Ellen Weidele.

Quelle: Schubert

Diemarden. Ein anonymer Brief von Anwohnern hatte den Vorstand des Sportvereins aufgeschreckt: „Ich bin in großer Sorge um das Wohl meiner Enkelin, die im Verein Fußball spielt“, heißt es darin. Direkt am Sportplatz führt die Straße Hinter dem Dorfe entlang. Einen Zaun oder ähnliche Absperrungen gibt es nicht, nur eine hüfthohe Stange. Immer wieder würden Kinder spontan auf die Straße laufen, um einen wegrollenden Ball zu stoppen. Dabei müssten sie oft zwischen geparkten Autos hindurch laufen und könnten leicht von vorbeifahrenden Autofahrern übersehen werden.

 
Der Vorstand habe den Brief sehr ernst genommen, sagt der Vorsitzende Hans Werner Lüther. Es habe Gespräche mit der Polizei und mit dem Landkreis als zuständige Verkehrsbehörde gegeben, außerdem eine Verkehrsschau und eine Debatte im Ortsrat, der die Sorge  teile. Polizei, Verkehrsbehörde und die Gemeinde Gleichen sehen allerdings keinen Handlungsbedarf. Nach ihrer Auffassung ist „eine ausreichende Verkehrsregelung gegeben“ und „die Gesetzeslage eindeutig“.

 
Das geht aus einem Aktenvermerk der Gemeindeverwaltung nach einer Besichtigung im März hervor. Dort heißt es: In der bereits ausgewiesenen Tempo-30-Zone müssten Fahrzeugführer grundsätzlich umsichtig fahren. Und auf dem unbefestigten Randstreifen sei parken verboten. Mit dieser Antwort wollen sich die Diemardener nicht zufrieden geben. Sie fordern eine Spielstraße und haben inzwischen mehr als 150 Unterschriften gesammelt, bestätigt die Mitinitiatorin Antje Quednow.

 
Auf einer Spielstraße  dürften Autofahrer nur Schrittgeschwindigkeit fahren und Fahrzeuge nur auf wenigen ausgewiesenen Flächen abgestellt werden. Ihre an den Kreis und die Gemeinde gerichtete Protestnote wollen sie in Kürze Gleichens Bürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) überreichen.

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