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„Diese Frau gehört definitiv zur Geschichte Niedersachsens“

Fürstin Katharina von Sachsen „Diese Frau gehört definitiv zur Geschichte Niedersachsens“

Einen „Lebenssplitter“ der Fürstin Katharina von Sachsen präsentiert Helga-Maria Kühn in ihrem neuen Buch über die Ehe der Fürstin mit Herzog Erich von Braunschweig. „Katharina und Erich I., 1496-1524 - Eine Fürsten-Ehe auf Augenhöhe“ heißt die 160-Seiten lange Biographie.

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„Katharina und Erich I., 1496-1524 - Eine Fürsten-Ehe auf Augenhöhe“ heißt die 160-Seiten lange Biographie über Fürstin Katharina von Sachsen.

Quelle: R

Göttingen. Mehr als sechs Jahre lang schrieb Kühn an der Monographie. Der gebürtigen Sächsin war es besonders wichtig, den Stellenwert Katharinas, die von 1496 bis 1524 mit ihrem Ehemann Erich das Fürstentum Calenberg-Göttingen regierte, hervorzuheben. „Diese Frau gehört definitiv zur Geschichte Niedersachsens. In Österreich ist sie bekannt, in Niedersachsen eher weniger“, sagte Kühn.

Die 83-jährige Autorin hat in Göttingen als Stadtarchivarin gearbeitet. Durch ihren Beruf sei sie „mit der Geschichte der Stadt verwurzelt“. „Ich bemühe mich um die Rolle der Fürstinnen. Die dynastischen Verbindungen zwischen Sachsen und Niedersachsen sind zu meinem Forschungsgebiet geworden“, erklärte Kühn.

Katharina beeindrucke sie sehr, „denn sie war attraktiv, durchsetzungsstark, besonnen und diplomatisch“. Unbedarft in politischen Dingen soll Katharina während ihrer ersten Ehe mit dem österreichischen Erzherzog Siegmund gewesen sein. Sie entwickelte sich nach dessen Tod und der Heirat mit Erich zur respektierten Landesfürstin. Als besonders betrachtet die Autorin das Verhältnis zwischen Katharina und Erich. „Es war eine Zuneigungs-Ehe auf Augenhöhe. Sie hatten ein herzliches Verhältnis zueinander“, erläuterte Kühn und fügte an: „Wenn Erich außer Landes war, vertrat sie ihn. Sie wurde geachtet und gefürchtet.“ Die Landesfürstin habe sich den Aufgaben einer Regentin gestellt, obwohl ihr die offiziellen Kenntnisse fehlten. „Ich nenne es die Metamorphose einer politische desinteressierten Frau“, betonte die Autorin. Kühn vermutet, dass die Fürstin auf dem Göttinger Gelände starb, wo sich jetzt die Buchhandlung Thalia befindet.

Das Buch ist in der Reihe „Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens“ vom Historischen Verein für Niedersachsen im Wehrhahn Verlag erschienen. Es ist in Göttinger Buchhandlungen für 18 Euro erhältlich.

Von Alisa Altrock

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