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Diese Göttinger arbeiten an Weihnachten

„Nur der Heiligabend ist heilig“ Diese Göttinger arbeiten an Weihnachten

Weihnachten, Fest der Familie. Nicht jeder konnte während der Feiertage bei seinen Lieben sein. Dienst auch dann, wenn andere feiern, ist für viele Berufe normal. Das Tageblatt hat mit Menschen gesprochen, die arbeiten mussten.

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Weihnachten in der Wache: Polizeibeamte Andreas Momberg (Mitte), Ceyhun Oguz und Ulf Meyer (vorn) haben am Feiertag Dienst.

Quelle: Heller

Göttingen. Zum Beispiel die neun Frauen und Männer in der Wache der Polizeiinspektion. „Ihre Sicherheit“, sagt Dienstabteilungsleiter Andreas Momberg, „muss auch über die Feiertage in guten Händen sein.“

Karsten Poschke

Karsten Poschke

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Mombergs Schicht hat jeweils von 6.30 bis 13.30 Uhr Dienst. Ceyhun Oguz macht das nichts aus. „Ich bin kein Christ, da arbeite ich Weihnachten.“ Kollegen mit Familie können sich darüber freuen. Grundsätzlich, sagt Momberg, werde auf Kollegen, die Kinder haben, Rücksicht genommen. Man arrangiere sich. Aber generell gelte: Der Dienstplan kennt keine Pausen für die Polizei – selbst wenn das Fest relativ ruhig ist, wie in diesem Jahr.

Sven Haase

Sven Haase

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Das gilt auch für die Feuerwehr. Karsten Poschke ist im Einsatzdienst. Heiligabend konnte der 42-Jährige bei den Kindern bleiben, aber am Feiertagmorgen um 7.30 Uhr begann sein 24-Stunden-Dienst.

Philipp Wendt

Philipp Wendt

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Selbst wenn er Heiligabend Dienst gehabt hätte, hätten die Kinder auf die Bescherung nicht verzichten müssen. „Man vertritt sich, das macht jeder, damit man wenigstens ein, zwei Stunden zur Bescherung zu Hause sein kann.“

Fridoon Rais

Fridoon Rais

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Abends zu Hause ist auch Sven Haase. Dabei hat er die meiste Zeit der Feiertage auf der Autobahn zugebracht. Als Busfahrer steuert er den Flixbus im Pendelverkehr Berlin-Göttingen. Einen Vorteil sieht Haase: Weihnachten seien die Autobahnen schön leer.

Die Autobahn-Raststätte Göttingen Ost hingegen, sagt Koch Philipp Wendt, ist Weihnachten nicht weniger besucht als an anderen Wintertagen. Der 27-Jährige freut sich, dass es an Feiertagen einen Zuschlag zum Lohn gibt. Aber um den Dienst reißen würde sich deshalb niemand. Für ihn selbst sei „nur Heiligabend heilig“, dann sei er bei der Familie. Ein Kollege, der allein steht, übernehme die Schicht.

So ist das auch bei Taxifahrern. Fridoon Rais kommt aus dem Iran. Er fährt, wenn die deutschen Kollegen zu Hause bleiben. Nur am Abend, wenn die Kinder kommen, die beide mit deutschen Partnern leben, trifft sich auch bei den Rais‘ die ganze Familie. Der einzige Tag im Jahr, der für den 62-Jährigen dienstfrei ist, ist der 21. März: Neujahr im Iran.

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