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Diskussion im Göttinger World-Café um neues Museumskonzept

Erst das Konzept, dann die Immobilie Diskussion im Göttinger World-Café um neues Museumskonzept

„Wie soll das künftige Städtische Museum aussehen?" Um diese zentrale Frage ging es beim „World-Café“ am Donnerstag, bei dem 40 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Vereinen sowie zehn interessierte Bürger Vorschläge für ein neues Museumskonzept sammelten.

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Über die Zukunft der Göttinger Museumslandschaft wird beim World-Café diskutiert.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Normalerweise sei das Leben bekanntermaßen ja kein Wunschkonzert. Das World-Café gewissermaßen schon, meinte Moderatorin Tanja Föhr. Bei dieser Art der Beteiligung bearbeiten wechselnde Kleingruppen einzelne Fragestellungen. Nach kurzer Zeit wechseln die Teilnehmer an den nächsten Tisch, zur nächsten Frage, und diskutiert weiter. Am Ende sollen vielfältige Vorschläge herauskommen. „Es geht darum, dass die Ideen und Meinungen von Vielen ins Konzept einfließen können“, erklärte Föhr. Am Ende entscheide aber dann doch die Politik.

Für Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) sollte Bürgerbeteiligung Standard sein. „Es geht jetzt erst einmal nicht darum wann und wo, sondern darum, auf welche Art wir Geschichte in Göttingen präsentieren wollen“, sagte Köhler. Die Entscheidung über den neuen Standort des Städtischen Museums, die Sanierung des bisherigen würde die Grenzen des Haushaltes sprengen, soll also vorerst außen vor bleiben.

Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck konkretisierte: „Erst das Konzept und dann die Suche nach einer passenden Immobilie.“

Und um das Konzept zu finden, stellten sich die Teilnehmer drei zentrale Fragen: Welche Zielgruppe soll das Museum haben? Welche Aufgaben soll es erfüllen? Und welche Ausstellungen anbieten?

Für Irene Venus, eine von zehn Bürgern, die vom Tageblatt ausgelost wurden, am World-Café teilzunehmen, steht fest: „Das Museum muss Personen der Göttinger Geschichte lebendig machen und beleuchten.“ Beispielweise könnten physikalische Experimente des Universalgelehrten Georg Christoph Lichtenberg für Schüler erfahrbar gemacht werden. Generell müsse das Museum ein Ort sein, wo Familien hingehen können. „Mit vielfältigen Angeboten und verschiedenen Zugängen“, sagte die Biologin.

Einen Tisch weiter gehen die Vorschläge in eine ähnliche Richtung: „Das Museum muss Lust auf Wissenschaft machen.“ Kulturdezernentin Schlapeit-Beck forderte indes eine moderne Art der Darstellung: „Es kann nicht immer nur chronologisch sein.“ Und provozierte damit direkte Kritik von Historikerin Cecilie Hollberg vom Städtischen Museum Braunschweig. „Struktur gibt es in der Geschichte nur chronologisch.“ Einig waren sich aber wohl die Meisten: Das neue Städtische Museum soll ein Museum für alle werden.

Von Benjamin Köster

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