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Diskussion um Preise für Eiswiese und Freibäder

Sportausschuss Diskussion um Preise für Eiswiese und Freibäder

Wenn es heute im Sportausschuss des Rates um die Erhöhung der Eintrittspreise für Eiswiese und Freibäder geht hat die Linke im Rat der Stadt ihre Ablehnung signalisiert. Sie werde diesen Beschluss auf keinen Fall unterstützen, teilte sie vorab mit.

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Quelle: Thiele (Symbolbild)

Göttingen. So zeige ein Blick auf die geplante Preisstruktur der Eiswiese, "dass es nicht mehr möglich sein wird, überhaupt ein Hallenbad zu betreten, wenn man nicht 3,90 Euro bezahlt". Außer der Kurzzeittarife solle der Preis für den nächstlängeren Aufenthalt, nämlich für 2,5 Stunden, sieben Euro sein. „Schon für einen kurzzeitigen Aufenthalt von einer Stunde, bei dem man inklusive Umziehen und Duschen vorher und nachher nur knapp eine halbe Stunde tatsächlich in der Schwimmhalle sein kann, sollen knapp vier Euro gezahlt werden. Und wer einen normalen Aufenthalt beabsichtigt, zahlt nun schon sieben Euro. Schwimmen gehen wird endgültig zum besonderen Luxus.“ Die vollkommen unverhältnismäßigen Preisentwicklungen seien dem geschuldet, "dass ein großer Teil der Kosten der Schwimmbäder über den Eintrittspreis finanziert werden soll", sagte Schu. „Wenn solche Entwicklungen logisch und unumgänglich sein sollen, dann stimmt etwas nicht an den Grundüberlegungen, von denen die Verantwortlichen ausgehen.“

Ab März um bis zu elf Prozent mehr Eintritt

Nach einer Vorlage der der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) sind Preiserhöhung in den Göttinger Bädern geplant: Wenn der Sportausschuss des Rates und der Aufsichtsrat der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) am Dienstag zustimmen, werden die Preise für die Eiswiese und die Göttinger Freibäder ab März um bis zu elf Prozent steigen.

Sitzung

Die Sitzung des Sportausschusses beginnt am Dienstag, 20. Dezember, um 16.15 Uhr im Haus des Sports, Sandweg 5. Der Aufsichtsrat der GöSF tagt im Anschluss.

Während Familien mit Kindern von der neuen Tarifstruktur profitieren, trifft die Preiserhöhung vor allem die Nutzer der Kurzzeittarife in der Eiswiese: Die beiden 90-minütigen Angebote des Guten-Morgen- und des Mondscheintarifs sowie der Kurzzeittarif für eine Stunde Badbenutzung steigen um jeweils 11,43 Prozent von jetzt 3,50 Euro auf dann 3,90 Euro. Der ermäßigte Preis steigt um zehn Prozent von zwei Euro auf 2,20 Euro.

Preis für Tageskarte bleibt unverändert

In der Eiswiese entfallen künftig die Zwei-, Drei- und Vier-Stunden-Tarife. Stattdessen soll es einen 2,5-Stunden-Tarif für sieben Euro (ermäßigt 4,50 Euro) geben. Im Vergleich zum alten Zwei-Stunden-Tarif plus Nachzahlung für eine halbe Stunde ergibt sich eine Preissteigerung von 6,06 Prozent und von 7,14 Prozent bei den ermäßigten Tarifen. Der Preis für die Tageskarte 9,50 Euro soll unverändert bleiben. 

Gründe für die Preiserhöhung

Göttingen. Fünf Gründe nennt die GöSF für die Preiserhöhung. Eintrittspreise: So werde die 2015 erfolgte Erhöhung der Mehrwertsteuer von sieben auf 19 Prozent für Saunaentgelte "erst jetzt vollständig kompensiert", heißt es in der Vorlage. Auch seien die Preise für Waren und Dienstleistungen seit der vorangegangenen Anpassung der Eintrittspreise um rund fünf Prozent gestiegen, die Energiekosten um etwa zehn Prozent. Als größten Posten bei den Preissteigerungen gibt die GöSF die Tarifsteigerungen bei den Personalkosten von 2013 bis 2018 um 12,95 Prozent an. Auch nehme der Aufwand für den Unterhalt des Gebäudes und der technischen Anlagen permanent zu. mib

Neu in den Tarifen ist die Familienkarte. Sie ist für zwei Erwachsene und zwei Kinder zweieinhalb Stunden gültig und kostet 18,40 Euro. Nach dem alten Tarif zahlt die gleiche Familie derzeit 21,60 Euro für zweieinhalb Stunden oder ebenfalls 18,40 Euro für zwei Stunden. Mit der Familienkarte will die GöSF auf Angebote von Hallenbäder in der Region reagieren, die diese fast ausnahmslos anböten, so GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey. Familienfreundlichkeit sei immer ein Anliegen der GöSF gewesen.

GöSF sieht mehr "Aufenthaltsqualität für zahlreiche Gäste"

Mehr als 80 Prozent der Einzelbesucher in der Eiswiese nutzen nach GöSF-Angaben die Kurzzeitangebote (45 Prozent) oder den Zwei-Stunden-Tarif (35 Prozent der Nutzer). "Da in diesem Segment jedoch Nachzahlungen in erheblichem Umfang zu verzeichnen waren, wird dieser Tarif auf zweieinhalb Stunden erweitert. Durch die erhebliche Reduzierung des Zeitdrucks, erhöht sich die Aufenthaltsqualität für zahlreiche Gäste", heißt es in der GöSF-Vorlage.

Auch die Preise für die Saunanutzung sollen steigen. Je nach Nutzungsdauer und Ermäßigung zwischen 6,25 und 9,09 Prozent. Die Tageskarte in den Freibäder soll von drei Euro (1,80 Euro ermäßigt) auf 3,50 Euro (2,20 Euro ermäßigt) um 7,14 Prozent (5,88 Prozent ermäßigt) steigen. Die ermäßigte Freibad-Saisonkarte steigt um 11,11 Prozent von 45 auf 50 Euro. Die normale Saisonkarte bleibt bei 150 Euro.

 

Durch die Preiserhöhung erhofft sich die GöSF nach Freys Angaben Mehreinnahmen von rund 200000 Euro im Jahr.

 

 

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