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Diskussion mit Bürgern zum Neubau am Groner Tor Göttingen

Veranstaltung zum Neubau Diskussion mit Bürgern zum Neubau am Groner Tor Göttingen

Der neue Hotel- und Sparkassenbau, der am Groner Tor geplant ist, sorgt für Diskussionen. Am Montag, 24. November, können Bürger ihre Fragen mit Investoren, Stadtverwaltung und Architekten öffentlich diskutieren. „Die Anregungen sollen dort gesammelt und in die Planungen mit einbezogen werden“, sagt Stadtbaurat Thomas Dienberg.

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Rechts Hotel und im Hintergrund die Zoologie, links Sparkassen-Verwaltungsgebäude: So etwa könnte es künftig an der Ecke Groner Landstraße und Berliner Straße aussehen.

Quelle: EF

Göttingen. Mehr als 50 Millionen Euro werden dort investiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Tiermedizin entsteht ein Neubau, in dem Büros für die Sparkasse Göttingen und ein Hotel des Gräflichen Landsitzes Hardenberg Platz finden.

Die Göttinger Firma EBR will den Entwurf des Architekturbüros Ahrens und Grabenhorst aus Hannover realisieren.  Der Entwurf und die Art des Verfahrens werden unter anderem vom Göttinger Verein Kulturverbund kritisiert. Das Bauvorhaben soll nach einem sogenannten Paragraf-34-Verfahren entstehen. Der Kulturverbund kritisiert diese „Verkürzung der Diskussion und der Bürgerbeteiligungsrechte“.

Da kein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, fordert der Verein, dass „die Voraussetzungen für ein Einfügen nach Paragraf 34 erfüllt werden“. Demnach muss sich das Gebäude nach Art, Maß und Bauweise in „die Eigenart der näheren Umgebung“ einfügen.

Das ist nach Ansicht von Stadtbaurat Thomas Dienberg gegeben. „Auf die Gestaltung des Gebäudes haben wir aber wenig Einfluss“, sagt er. Das gelte aber gleichermaßen für ein Bebauungsplanverfahren. Dennoch haben Politik und Verwaltung Einfluss, und zwar über den Kaufvertrag.

Hochwertiges Material verwenden

Politisch ist der Grundstücksverkauf beschlossen. Rechtskräftig, so Dienberg, wird der Verkauf aber erst, wenn neue Fassadenentwürfe vorliegen und die Öffentlichkeit darüber diskutiert hat. Die Architekten sollen die Bürgeranregungen sammeln und haben dann drei Wochen Zeit, drei neue Entwürfe vorzulegen. Daraus, so der Stadtbaurat, wählen Nutzer, Investor und Verwaltung dann „die beste Variante“ aus.

Vor allem an der Fassade stören sich viele Göttinger. Für die Gestaltung werden, so Dienberg weiter, folgende Qualitätskriterien zu Grunde gelegt: „Es soll ein hochwertiges Material wie Klinker verwendet werden. Styropor wollen wir nicht.“ Zum anderen soll sich das Erdgeschoss in der Gestaltung deutlich von den oberen Stockwerken abheben. Drittens soll die „Lochfassadenfrage“ diskutiert werden. Damit sind Fenster oder andere transparente Anteile gemeint.

Chronik der Ereignisse

Geschichte des Verfahrens

Bereits im Jahr 2008, so erklärt Peter Friele aus der Göttinger Bauverwaltung, wurde das Gelände der ehemaligen Tiermedizin europaweit in einem Investoren-Auswahlverfahren ausgeschrieben. Damals kamen drei Investoren mit ihren Entwürfen in die engere Auswahl.

Den Zuschlag per Ratsbeschluss bekam damals die Bauwo in Hannover mit dem Entwurf von Ahrens und Grabenhorst. Die Bauwo zog sich aus dem Geschäft zurück. „Der Ratsbeschluss ist damit hinfällig“, erklärt Friele. Die Stadtverwaltung änderte daraufhin die Ausschreibung, legte unter anderem fest, dass kein Supermarkt, aber verbindlich ein Hotel dort entstehen soll.

Vorgaben für Geschosshöhen und öffentliche Flächen wurden geändert. 2013 legte die Verwaltung ein Hotel-Gutachten vor, das laut Friele das Interesse am Standort kräftig anheizte. Von den dann eingegangenen rund 18 Angeboten machte am Ende das der EBR für Sparkasse und Hardenberg das Rennen. Der Architekten Entwurf, mit dem sich EBR beworben hatte, basiert auf dem von 2008.

Die Diskussionsveranstaltung beginnt am Montag, 24. November, um 19 Uhr in der Zoologie, Berliner Straße 28.
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