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Diskussion über Straßenreinigung auf Nikolausberg

Für ein sauberes Nikolausberg Diskussion über Straßenreinigung auf Nikolausberg

Das Thema ist ein Dauerbrenner: die regelmäßige Reinigung von Straßen und Gehwegen. Anders als in der Stadt ist die Reinigungspflicht in Nikolausberg im Sommer auf die Anwohner übertragen. Grundstückseigentümer sind verpflichtet, einmal wöchentlich zu reinigen.

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In Grone reinigen die GEB die Straßen und Gehwege: In Nikolausberg wird diskutiert, ob sie die Reinigung auch in dem Ortsteil übernehmen sollen.

Quelle: Heller

Nikolausberg. Doch nicht alle kommen dieser Pflicht nach. „Das Straßenbild ist nicht so schön. Es gibt massive Beschwerden“, sagte Ortsratsmitglied Burghard Wegener (CDU) am Montag bei einer vom Ortsrat organisierten Informationsveranstaltung zum Thema.

Längst sei es nicht mehr für alle selbstverständlich zu reinigen. Ortsbürgermeisterin Karola Margraf (SPD) ergänzte: „Wir vom Ortsrat werden immer wieder auf mangelhafte Reinigung hingewiesen.“

Während der Veranstaltung erörterten Dirk Brandenburg und Annette Schlimme von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB), welche Kosten auf die Stadt und die Anwohner zukommen würden, würden die Straßen und Gehwege in Nikolausberg künftig von Mitarbeitern der GEB gereinigt.

Nach derzeitiger Gebührenbedarfsrechnung liegen die Reinigungskosten pro Frontmeter bei 4,06 Euro. Durch die Aufnahme von Nikolausberg würden sich die Gebühren auch im übrigen Stadtgebiet nicht verändern. Die GEB veranschlagen die Zusatzkosten für die mehr als 22 000 Reinigungsmeter in Nikolausberg mit 120 000 Euro, von denen 90 000 Euro durch Gebühren finanziert werden können. 30 000 Euro müssten durch den städtischen Haushalt gedeckt werden.

„Wir wohnen doch in einem ordentlichen Ortsteil, der sich sehen lassen kann“

Unter den rund 100 Zuhörer im Gemeindehaus waren viele Skeptiker einer Reinigung durch die GEB. „Wir wohnen doch in einem ordentlichen Ortsteil, der sich sehen lassen kann.“, sagte ein Anwohner. „In der Stadt sieht es trotz der Reinigung durch die Entsorgungsbetriebe viel schlimmer.“ Ein anderer fragte unter Applaus, warum alle zahlen sollen, nur weil „einige schwarze Schafe“ ihrer Verpflichtung nicht kommen.

Viel mehr, so eine Anregung aus dem Publikum, müsste das Ordnungsamt häufiger vor Ort sein, um zu kontrollieren. Denn immerhin könnten Reinigungsmuffel wegen Ordnungswidrigkeiten zur Zahlung von  Bußgeldern herangezogen werden. Gleichzeitig solle der Ortsrat, Neubürger, denen ihre Reinigungspflicht möglicherweise unbekannt sei, auf die Regelungen Hinweisen.

Weiter kam der Vorschlag, einen „Club von Freiwilligen“ zu organisieren, die bei Reinigungsnotfällen aushelfen könnten.

Bereits im Mai hatte der Ortsrat das Thema diskutiert und sich mit der GEB darauf verständigt, die Informationsveranstaltung zu organisieren. In der Sitzung hatte ein Bürger das Erscheinungsbild von Nikolausberg, welches seit Jahren durch schlecht gereinigte Straßen gestört sei, bemängelt.

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