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Diskussion um Feuerwerk in Göttingen

Silvester Diskussion um Feuerwerk in Göttingen

Die Göttinger Stadtverwaltung und die Polizei wollen gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, wie künftig mit Silvesterfeuerwerk in der Göttinger Innenstadt umgegangen werden soll. Ergebnisse sollen bis März vorliegen.

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Silvester 2015/16 am Göttinger Gänseliesel

Quelle: Heller/Archiv

Göttingen. Rainer Nolte, Leiter Einsatz bei der Göttinger Polizei, betonte am Montag im Ratsausschuss für allgemeine Angelegenheiten, dass die Polizei ein "Böllerverbot" für die Innenstadt begrüßen würde. Dieses sei aber nicht leicht umzusetzen. Dafür sei es dringend notwendig, dass angesichts des ohnehin schon hohen Personalbedarfs bei der Polizei in der Silvesternacht auch Mitarbeiter des städtischen Ordnungdienstes im Einsatz sind. Dies sei beim jüngsten Jahreswechsel nicht der Fall gewesen.

 
Harald Melzer, Leiter des städtischen Fachbereiches Ordnung, gab aber zu bedenken, dass dafür selbst bei einer Urlaubssperre nur 15 bis 20 städtische Mitarbeiter zur Verfügung stehen würden. Das reiche "nicht ansatzweise" aus ein Feuerwerksverbot durchzusetzen, sagte Melzer. Nolte pflichtete ihm bei. Ordnungsdezernent Hans Peter Suermann bezweifelte zudem, dass seine Mitarbeiter bei einer Durchsetzung eines Feuerwerksverbotes viel ausrichten könnten.

 
Nolte sprach bei den rund 1000 Menschen am Gänseliesel in der jüngsten Silvester von "schwierigen Verhältnissen". Aus Sicht der Polizei sei die Situation "gewohnt unübersichtlich" aber nicht "außergewöhnlich" gewesen. Die Polizei sei präsent und mit mehr Kräften als sonst vor Ort gewesen. Der Menschenmenge am Gänseliesel sei die Zahl der Beamten aber nicht angepasst gewesen. Insgesamt sei die Polizei in der Silvesternacht zwischen 20.30 Uhr und 6.30 Uhr zu 98 Einsätzen gerufen worden.

 
Suermann sieht bei dem Thema weiterhin Handlungsbedarf. Auch wenn die Entwicklung nicht so dramatisch verlaufen sei wie befürchtet: "Die Situation ist nicht zufriedenstellend", sagte er und kündigte an, bis März "einige Varianten" für den Umgang mit Feuerwerk in der Innenstadt vorzulegen, die dann diskutiert werden sollen.

 
Der Ausschussvorsitzende, Ulrich Holefleisch (Grüne) forderte im Falle eines künftiges Verbotes, dieses auch gut in der Bevölkerung zu kommunizieren. Einschränkungen müssten zudem gut überlegt und begründet sein.

 
Hintergrund der Diskussion ist die sich seit Jahren verschärfende Situation am Markt zu Silvester. Auch in diesem Jahr feuerten Feiernde Raketen auch auf gegenüber stehende Menschengruppen und umstehende Gebäude. Mindestens eine Person musste medizinisch versorgt werden, es gab beschädigte Fensterscheiben.

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