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Diskussion um Mensa-Bestellung in Göttinger Schulen

Verwaltung soll Druck machen Diskussion um Mensa-Bestellung in Göttinger Schulen

Die Gefahr ist vielleicht geringer als zunächst befürchtet, dennoch drängen die Schulpolitiker des Göttinger Rates darauf, das Online-Bestellsystem für mehrere Schulmensen so schnell wie möglich umzustellen.

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Quelle: Hinzmann (Symbolfoto)

Göttingen.  Die Piraten-Partei hatte Alarm geschlagen und auf „gravierende Sicherheitslücken“ in der Software hingewiesen, wenn Eltern und Schüler über ein Internetportal der Stadt Mittagessen bestellen.

Wer die Bestellseite mit einem Passwort öffnet, muss dafür einen Adobe Flash Player auf seinem Rechner installieren. Der Flash aber habe gerade in jüngster Zeit erhebliche Sicherheitsprobleme und ermögliche es, die Nutzer auszuspionieren, hatte Pirat Martin Rieth gewarnt. Zugleich forderte er, das System bis zur Fertigstellung einer neuen Software auszusetzen und Bestellungen auf Papier zu bearbeiten.

Das sei viel zu aufwändig, organisatorisch kaum möglich und personell nicht leistbar, ohne die Essenspreise massiv zu erhöhen, konterte im Ausschuss die Verwaltung. Die Software steuere automatisch auch ein umfangreiches Waren-Wirtschaftssystem für den Einkauf und die Zubereitung der Essensportionen. Zudem sei das System seit 2009 im Einsatz – ohne Probleme oder Klagen von Anwendern.

Die Verwaltung räumte ein, dass der Flash Player Sicherheitsmängel aufweise. Diese seien nach ihren Informationen aber nicht so gravierend, dass sofort reagiert werden müsse. Dennoch werde an einem neuen Programm gearbeitet, ohne Flash und für alle Onlineseiten der Stadt. Es werde vermutlich im Sommer fertiggestellt sein. Ein Termin, den sich die Verwaltung vom Hersteller „zusichern lassen sollte“, forderten die Ausschussmitglieder abschließend.

An das System angeschlossen sind das Hainberg-, Felix-Klein-, Max-Planck- und Theodor-Heuss-Gymnasium und die Geschwister-Scholl-Gesamtschule.
Moniert hatte Rieth auch, dass eine Grundgebühr in Höhe von fünf Euro bisher versteckt aufgeführt sei. Das habe sie bereits geändert, so die Verwaltung. Die Gebühr sei jetzt in die Preisliste für das Essen aufgenommen.

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